Engels2020 Veranstaltungsreihe "Engels neu Denken"

Sechs Vorträge und Dialogrunden. Hier alle Termine im Überblick

Wir Informieren Sie, sobald eine Voranmeldung möglich ist.

Beteiligte Akteure/Veranstalter: Rainer Lucas, Reinhard Pfriem, Dieter Westhoff, Historisches Zentrum Wuppertal, Förderverein Historisches Zentrum e.V.

Friedrich Engels hat in seinen Schriften zu vielen gesellschaftspolitischen Fragen Stellung bezogen, als Wissenschaftler und als Politiker in der europäischen Arbeiterbewegung. Seitdem sind mehr als 130 Jahre vergangen und es stellt sich die Frage, was er uns heute noch zu sagen hat. In den Veranstaltungen wird daher ein Bogen geschlagen von seinem Werk zu aktuellen Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung: Globalisierung und Nachhaltigkeit, soziale und ökologische Gerechtigkeit, verantwortliches und gemeinschaftsorientiertes Unternehmertum, Religion/Moral und Weltanschauung, Dialektik der Natur und Technik sowie Geschlechterverhältnisse/Arbeits- und Lebensformen. Diese Themen verlangen nach einem lebendigen Austausch. Entsprechend wird das Veranstaltungsformat Raum bieten für kritische und auch gegensätzliche Positionen.

Alle Termine im Überblick - Eintritt: frei

"Technikentwicklung und die Dialektik der Natur"

Termin: Donnerstag, 13.08 2020, 19.00 - 21.00 Uhr
Ort: City-Kirche Elberfeld, Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal

Mit der aktuellen Klimakrise stellt sich für Prof. Dr. Lutz Becker (Köln/Solingen), Prof. Dr. Lars Hochmann (Bernkastel-Kues/Hamburg) und Prof. Dr. Uta von Winterfeld (Kassel, Wuppertal) die Frage nach zukunftsorientierten Lösungen: Welche technischen Pfade sind sozial- und naturverträglich? Moderation: Rainer Lucas; anschließende Diskussion mit dem Publikum.

"Materialismus, Idealismus und Moral heute"

Termin: Donnerstag, 20.08.2020, 19.00 - 21.00 Uhr
Ort: City-Kirche Elberfeld, Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal

Mit welchen weltanschaulichen und geistigen Orientierungen können wir versuchen, die ungelöste soziale Frage zu bewältigen? Darüber diskutieren Dr. Eva Bockenheimer (Köln), Prof. Dr. Martin Büscher (Bethel/Wuppertal) und Ulrich Klan (Wuppertal). Moderation: Prof. Dr. Reinhard Pfriem; anschließende Diskussion mit dem Publikum.

"Geschlechterverhältnisse, Arbeits- und Lebensformen"

Termin: Dienstag 25.08.2020, 19.00 - 21.00 Uhr
Ort: City-Kirche Elberfeld, Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal

Dr. Gisela Notz (Berlin) und Prof. Dr. Susanne Schunter-Kleemann (Bremen). Moderation: Prof. Dr. Uta von Winterfeld; anschließende Diskussion mit dem Publikum.

„Engels in Oberbarmen“

Termin: Dienstag 22.09.2020, 19.00 - 21.00 Uhr (unter Vorbehalt)
Ort: Färberei (Peter-Hansen-Platz 1, 42275 Wuppertal)

An diesem Abend wird Engels von Roland Brus aus der Geschichte in die Stadt von heute geholt. Wie geht Wohnen, Leben, Arbeiten heute in Wuppertal? Befragung von AlltagsexpertInnen. Hans-Dieter Westhoff: „Die zwei Gesichter der Arbeit“, eine Einführung in das Denken von Friedrich Engels.
 Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um eine Kooperation
von Mobile Oase Oberbarmen, Agentur für besondere Maßnahmen und „Die Wüste lebt!“.  

"Unternehmertum und gemeinschaftsorientiertes Wirtschaften"

Termin: Dienstag 07.10.2020, 19.00 - 21.00 Uhr
Ort: im Knipex-Forum (Zum Krusen, 42349 Wuppertal)

Zunehmende soziale Verwerfungen und ökologische Zerstörungen fordern mehr gesellschaftliche Verantwortung. Prof. Dr. Reinhard Pfriem (Essen-Kettwig), Dr. Burghard Flieger (Freiburg) und Ralf Putsch (Geschäftsführer der Firma Knipex, Wuppertal) fragen sich: Wie sieht die Zukunft des Unternehmertums aus? Moderation: Prof. Dr. Lutz Becker; anschließende Diskussion mit dem Publikum.

"Kapitalismus, Globalisierung und nachhaltige Entwicklung"

Termin: Donnerstag 29.10.2020, 19.00 - 21.00 Uhr
Ort: City-Kirche Elberfeld (Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal)

Die Referenten Prof. Dr. Michael Krätke (Amsterdam) und Prof. Dr. Peter Hennicke (Wuppertal) knüpfen an Engels Analysen zu Kapitalismus und Klimaschutz an und reflektieren aktuelle Zustände und Politikstrategien. Moderation: Prof. Dr. Reinhard Pfriem; anschließende Diskussion mit dem Publikum

Weitere Infos zu den Veranstaltungen

Barrierefreiheit:
Die Citykirche (Kirchplatz 2) ist über eine Rampe erreichbar. Es gibt keine behindertengerechte Toilette. Für Hörbehinderte gibt es Induktionsschleifen.
weitere Infos: Citykirche Wuppertal

Veranstalter: Historisches Zentrum Wuppertal (HZW) und dessen Förderverein, in Kooperation mit Herausgebern des Buches „Arbeiten am Widerspruch – Friedrich Engels zum 200. Geburtstag“ - Rainer Lucas, Prof. Dr. Reinhard Pfriem und Hans-Dieter Westhoff - sowie der CityKirche Elberfeld
Förderung: Historisches Zentrum der Stadt Wuppertal (HZW) als Begleitveranstaltung zur Sonderausstellung „Friedrich Engels - ein Gespenst geht um in Europa“ sowie Förderverein des HZ

Nun ist es beschlossen

Das Stadtarchiv Wuppertal zieht nach Cronenberg

Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zugestimmt, nun ist es beschlossene Sache: Das Stadtarchiv Wuppertal zieht nach Cronenberg in die Hastener Str. 3-4. Die leerstehenden Büroflächen sowie die ehemalige Kantine befinden sich im städtischen Bestand. 2000 Quadratmeter Archivlagerfläche sowie 900 Quadratmeter als Ausstellungsfläche und für die Verwaltung bieten nun endlich ausreichend Platz für das Stadtarchiv sowie Teile der historischen Sammlung. Zudem sind die Gebäude am neuen Standort für Bürger und Mitarbeiter verkehrlich gut erreichbar, im Innenhof gibt es Parkplätze.
Der Grund für den Umzug: Die Haspelhäuser, in denen das Stadtarchiv momentan noch untergebracht ist, sind in erheblichem Umfang sanierungsbedürftig. Die Gebäude sollen im Anschluss der Bauarbeiten von der Bergischen Universität im Zuge der Erweiterung des Haspel-Campus genutzt werden. Bis wann der Umzug des Stadtarchivs nach Cronenberg abgeschlossen sein wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen. Nun steht erst einmal die Planungsphase an.

7. Geschichtsfest wegen Coronapandemie abgesagt

Wir bedauern die Absage und planen ein Geschichtsfest im Jahre 2021

Das 7. Wuppertaler Geschichtsfest auf dem Geschwister-Scholl-Platz sollte am 20. September 2020 der gelungene Abschluss der Sonderausstellung „Friedrich Engels – Ein Gespenst geht um in Europa“ werden. Nun muss die Veranstaltung aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie abgesagt werden. Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung des Verbots für Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober 2020 geeinigt.

Die Planungen waren weitgehend abgeschlossen, über 40 Vereine und Institutionen hatten ihre Teilnahme zugesagt – so viele Teilnehmer wie bisher bei keinem der vorherigen Geschichtsfeste. „Doch nun haben wir nach sorgfältiger Abwägung entschieden, das Fest am 20. September aufgrund der aktuellen Verordnung abzusagen. Es ist fraglich, ob ein Hygieneschutzkonzept mit Abstandsregelungen, Teilnehmerdokumentation und Zutrittsbeschränkungen organisatorisch, finanziell und praktikabel umsetzbar ist. Letztendlich wären die Einschränkungen so gravierend, dass der Charakter eines fröhlichen und unbeschwerten Festes verloren gegangen wäre“, erklärt Dr. Lars Bluma, Leiter des Historischen Zentrums Wuppertal.

Das Historische Zentrum bedauert die Absage und plant ein Geschichtsfest im Jahr 2021.

 

Engels2020-Stadtführungen wurden erweitert

Unsere Stadtführungen zu Engels in Wuppertal können wieder gebucht werden

Aufgrund der hohen Nachfrage werden ab sofort alle Engels-Stadtführungen vom Historischen Zentrum zeitgleich für zwei Gruppen angeboten. Somit können insgesamt bis zu 18 Interessierte – es gilt weiterhin die Begrenzung auf 9 Teilnehmer pro Stadtführungsgruppe – mehr über Friedrich Engels und sein Wirken in seiner Geburtsstadt Wuppertal erfahren. Die Teilnahme an einer Stadtführung erfolgt ausschließlich mit vorher gebuchtem Ticket über Wuppertal Live (Vorverkaufsstellen oder https://www.wuppertal-live.de/User/888) – Tickets können nicht vor Ort beim Stadtführer gekauft werden.

Friedrich Engels, der Philosoph und Revolutionär, feiert im Jahr 2020 seinen 200. Geburtstag.

Friedrich Engels lebte ab seinem 20. Lebensjahr in Bremen, Berlin, Köln, Paris, Brüssel, Manchester und London, verlor aber nie den Kontakt zu seiner Heimatstadt Barmen im Wuppertal.

Was und wer ihn hier umgaben, wie die Stadt ihn prägte und wie er sich hier einbrachte, dazu bietet das Historische Zentrum folgende Stadtführungen an:

1.Herkunft und Familie von Friedrich Engels – Erkundung rund um denn Engelsgarten

Im Barmer-Bruch – dem heutigen Engels-Garten – lag die Textilmanufaktur und Fabrikkolonie der Familie Engels.
Zwei Bürger- und zwei Arbeiterhäuser sowie die von Friedrich Engels sen. errichtete Kirche blieben erhalten.
Hier verbrachte der Friedrich Engels seine Jugend, wurde im frommen Geist der Vorfahren erzogen und sammelte soziale Erfahrungen, die ihm später, als Autor von Sozialreportagen, als Philosoph und Politiker von großem Nutzen waren und die er in sein „Compagniegeschäft“ mit seinem Freund Karl Marx einbrachte.
In seinem Elternhaus verfasste er sein Werk über „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“, das ihn bekannt machte.
Mit seinen Verwandten im Bruch blieb Engels zeitlebens in Kontakt. Später wurden im Engelsgarten drei Denkmäler (1958, 1981 und 2014) für den „großen Sohn der Stadt“ und „Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus“ errichtet.
Sie sind zugleich Zeugnisse einer umstrittenen Erinnerungskultur.

Termine: 27.06.2020/04.07./11.07./18.07./25.07./01.08./08.08./15.08./22.08./29.08./05.09./12.09./19.09./26.09.2020
Beginn: jeweils um 14.00 Uhr.

Link zum Ticketkauf: https://www.wuppertal-live.de/User/888

Treffpunkt: Engelsgarten, Plastik von Alfred Hrdlicka (1928-2009) "Die starke Linke"
Dauer: 90 Minuten
Kosten: 8,-€ p.P.

2.Der revolutionäre Friedrich Engels in Elberfeld

In Elberfeld besuchte der Schüler Friedrich Engels das Gymnasium und war Mitglied des von seinen Freunden gegründeten „Elberfelder Literaturkränzchens“.
1845 kam der spätere Sozialreformer Adolf Kolping als junger Kaplan nach Elberfeld, wo er in seinem katholischen Gesellenverein eine Antwort auf die Soziale Frage sah.
Zur selben Zeit ging Engels schon weiter, indem er hier an der Herausgabe des „Gesellschaftsspiegels“ arbeitete, einer frühsozialistischen Zeitschrift.
Zudem organisierte er die ersten „kommunistischen Versammlungen“ in Deutschland.
Später, während der Revolution von 1848/1849, als die Elberfelder Landwehrsoldaten zum Aufstand riefen, kam er - damals Redakteur der „Neuen Rheinischen Zeitung“ in Köln - zurück ins Wuppertal und stellte sich der Bewegung als Offizier und „Barrikadeninspektor“ zur Verfügung. Sein Freund Karl Marx logierte kurz nach der Amnestie für eine Nacht in Elberfeld, inkognito, weil er der preußischen Polizei nicht traute.

Termine: 05.07./19.07./02.08./16.08./06.09./27.09.2020
Beginn jeweils um 14.00 Uhr.

Link zum Ticketkauf: https://www.wuppertal-live.de/User/888

Treffpunkt: Laurentiusplatz
Dauer: 90 Minuten
Kosten: 8,- p.P.

3.Friedrich Engels und das Frühindustrielle Wuppertal

Die Allee in Unterbarmen – heute Friedrich-Engels-Allee - war für einige Jahre der Schulweg des Gymnasiasten Friedrich Engels.
Entlang der Straße lagen die für das Tal so typischen Türkischrotfärbereien, frühen Textilfabriken und Maschinenbauanstalten. Hier lagen die Kneipen, in denen sich die Heimweber am „Liefertag“ trafen und in denen das wüste „Volksleben“ stattfand, das der 19jährige Engels in seinen „Briefen aus dem Wupperthal“ beschrieb.
Hier, im Gasthof „Zur Stadt London“, traf sich Engels konspirativ mit Moses Hess, seinem Mentor, und bereitete mit ihm Deutschlands erste „kommunistische Versammlungen“ in Elberfeld vor.
Und hier logierte Georg Weerth als junger Lehrling, später ein enger Freund und Mitstreiter von Friedrich Engels. Viele noch erhaltene Wohn- und Fabrikgebäude im westlichen Teil der Allee dokumentieren die frühe industrielle Entwicklung der Stadt.

Termine: 28.06./12.07/26.07./09.08./23.08./13.09.2020
Beginn: jeweils um 14.00 Uhr

Link zum Ticketkauf:https://www.wuppertal-live.de/User/888

Treffpunkt: Schwebebahnstation Völklinger Brücke
Dauer: 90 Minuten
Kosten: p.P: 8,-€

Sonderführung:

4. Mit Friedrich Engels über den Unterbarmer Friedhof

Der Unterbarmer Friedhof ist der „Familienfriedhof“ der Engels. Hier wurden Friedrichs Eltern, zwei Brüder, zwei Onkel und zahlreiche Nichten und Neffen bestattet. Auch die Gräber von Jugendfreunden, etwa des späteren Barmer Oberbürgermeisters August Bredt, liegen hier. Reiner Rhefus erzählt über diese und andere Gräber „Engels-Geschichten“.

Termin: Sonntag 30.08.2020
Beginn: 14.00 Uhr

Link zum Ticketkauf: https://www.wuppertal-live.de/User/888

Treffpunkt: Am Unterbarmer Friedhof 16, Eingang, 42285 Wuppertal
Dauer: 90 Minuten
Kosten: p.P: 8,-€

Sonderführung:

5. Engels und die Elberfelder Arbeiterbewegung

Elberfeld war in den 1890er Jahren der Sitz der SPD- Bezirksleitung für die Preußische Rheinprovinz. Hier wohnten Sozialdemokraten, die mit Friedrich Engels, dem Mentor der internationalen Arbeiterbewegung in London, in Berührung kamen. So etwa Hugo Hillmann, der 1848er Revolutionär, der als Flüchtling in London lebte, oder der Anwalt Hugo Landê, der gemeinsam mit Friedrich Engels zu den Autoren des Erfurter (SPD-) Programms gehörte. Die Elberfelder Nordstadt, heute das Szene- und Gründerzeitviertel der Stadt, war damals „rote Hochburg“ der Sozialisten. An der Gathe liegt das Marx-Engels-Zentrum, das 1970, zum 150. Geburtstag von Friedrich Engels, gegründet wurde.

Termin: Donnerstag 20.08.2020
Beginn: 16.00 Uhr

Link zum Ticketkauf: https://www.wuppertal-live.de/User/888

Treffpunkt: Laurentiusplatz
Dauer: 90 Minuten
Kosten: p.P: 8,-€

Kosten und Anmeldung

Die Teilnahme an einer Stadtführung kostet pro Person acht Euro. Tickets müssen vorab online über Wuppertal-Live gekauft werden:

https://www.wuppertal-live.de/User/888

Wenn nicht anders angegeben, werden jeweils 18 Plätze bez. zwei Gruppen angeboten.Eine Anmeldungen bis zum Vortag 16.00 Uhr ist möglich.

Die Stadtführungen 1 - 3 können als individuelle Führung für Gruppen bebucht werden, auch in englischer, französischer und spanischer Sprache.
Termine können nach Absprache beim Ankerpunkt vereinbart werden:
ankerpunkt@stadt.wuppertal.de  
Telefon: 0202/ 563 – 4375

Teilnehmeranzahl: 9 Personen je Gruppe
Kosten: 90,00 Euro und für eine Fremdsprachige Führung 120,00 € pro Gruppe.

Weitere Infos zu allen Engels2020- Stadtführungen finden Sie unter:

https://www.wuppertal.de/microsite/engels2020/veranstaltungen/content/stadtfuehrungen

Corona-Bestimmungen

Hygieneschutzmaßnahmen: Die Teilnehmerzahl pro Gruppe ist auf neun Personen begrenzt. Der Mindestabstand von 1.50 Metern ist einzuhalten, der Mund-Nasen-Schutz kann jedoch während der Stadtführung abgenommen werden.

Museumsleiter Dr. Lars Bluma

zum Bergischen Botschafter ernannt

 

Bergisches Land Tourismus Marketing e.V. – kurz die Bergischen Drei – hat Museumsleiter Dr. Lars Bluma in seine Reihe der Bergischen Botschafter aufgenommen.

„Wuppertal ist die Pionierregion Deutschlands“, sagt Dr. Lars Bluma. Als Leiter des Historischen Zentrums Wuppertal ist er der Hüter der Stadtgeschichte der bergischen Metropole. „Die Stadt atmet Industrialisierungsgeschichte. Das kann man aufgrund ihrer hohen Denkmaldichte auch heute noch an allen Ecken und Enden sehen“, erläutert der Historiker.

Friedrich Engels gehört zu den Bergischen Querdenkern und Pionieren aus dem Tal der Wupper. Die hiesige Pionierregion hat den Textilunternehmer, Philosoph und Revolutionär sehr geprägt. „Die Frühindustrialisierung hat im Bergischen Land viele Spuren hinterlassen, die man heute noch entdecken kann. Die Einzigartigkeit dieser Region steckt in ihrem industriekulturellen Erbe. Bergische Denker, Tüftler und Pioniere haben die industrielle Revolution entscheidend vorangebracht. Diesen Schatz  gilt es zu bewahren“, betont Bluma.

Auf der Website der Bergischen Drei erklärt der Museumsleiter, was Engels und die Industrialisierung miteinander verbindet, welche Bedeutung Engels für Wuppertal hat und wie in diesem Jubiläumsjahr der 200. Geburtstag des berühmtesten Sohns Wuppertals gefeiert und gewürdigt wird. Anlässlich Engels2020 hat das Historische Zentrum Wuppertal die Sonderausstellung „Friedrich Engels – Ein Gespenst geht um in Europa“ konzipiert, die demnächst – sobald die Corona-Pandemie überstanden ist – in der Kunsthalle Barmen im Haus der Jugend eröffnet werden soll. Ein weiterer Höhepunkt des Engelsjahres ist nach umfangreicher Sanierung die Wiedereröffnung des Engels-Hauses zum 200. Geburtstag am 28. November.

 

Auf der Website der Bergischen Drei gibt es zudem ein kurzes Teaser-Video mit Museumsleiter Dr. Lars Bluma, einen Podcast-Auszug sowie eine 360-Grad-Aufnahme von der Engels-Statue im Engelsgarten:

www.bergisch-mal-drei.de/bergische-botschafter/historisches-zentrum

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