Bilanz zur Sonderausstellung

"Friedrich Engels - ein Gespenst geht um in Europa"

Über 4.000 Besucher  in der Engels-Ausstellung

Interessant, anschaulich und unterhaltend: Über vier Monate lang konnten Besucher in der Sonderausstellung „Friedrich Engels – Ein Gespenst geht um in Europa“ des Historischen Zentrums die facettenreiche Persönlichkeit des berühmtesten Sohns der Stadt Wuppertal kennenlernen. Genau 4.188 Besucher haben sich in der Ausstellung mit dem Leben und Werk von Friedrich Engels auseinandergesetzt. Vor allem in der letzten Ausstellungswoche kam es zu einem regelrechten Besucheransturm.

Alle Führungen durch die Sonderausstellung waren seit Ende August restlos ausverkauft. Auch die Engels-Stadtführungen des Historischen Zentrums wurden sehr gut angenommen. Weitere Termine für Oktober und November sind in Planung. Insgesamt konnte das Historische Zentrum mit der Sonderausstellung inklusive Führungen, Vorträgen und Aktionen annähernd 5.000 Menschen für die historische Persönlichkeit Friedrich Engels begeistern

Nicht nur Wuppertaler haben die Engels-Ausstellung besucht, sondern vor allem auch Gäste aus Köln, Düsseldorf, Essen und Bochum. Aber auch Besucher aus Berlin und Frankfurt sowie aus Norwegen, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz ließen sich die Schau trotz Corona-Pandemie nicht entgehen. Insgesamt machte der Anteil der auswärtigen Besucher mehr als 50 % aus.

„Unter den aktuellen Bedingungen bin ich sehr zufrieden mit den Besucherzahlen. Dass wir trotz der coronabedingten Einschränkungen ein solches Ergebnis eingefahren haben, hätte ich zur Eröffnung der Ausstellung nicht gedacht. Ab dem 28.11.2020 freue ich mich darauf, Sie wieder im Engels-Haus als Gäste begrüßen zu dürfen!“ so der Leiter des Historischen Zentrums, Dr. Lars Bluma.

Engelspavillon geöffnet

Ab heute dem 22.09.2020 kann der Engelspavillon am Engelsgarten wieder besucht werden.

Während der Schließung des Engels-Hauses und des Museums für Frühindustrialisierung dient der Engelspavillon als Anlaufstelle und Infozentrum für Besucher. Im Engelspavillon finden Sie eine kleine Ausstellung mit Informationen zum Leben und Wirken des Barmer Fabrikantensohnes, Philosophen und Weltveränderes Friedrich Engels. Anhand einer Zeittafel wird dort der Lebensweg von Engels in Beziehung zur Zeitgeschichte gesetzt.

Weiterhin dient der Engelspavillon als Ankerpunkt Industriekultur. Er bietet einen Überblick über die industriehistorischen Besonderheiten und Schauplätze, die beschilderten Routen sowie die touristischen und industriegeschichtlichen Angebote in Wuppertal und den Nachbarstädten Solingen und Remscheid.

Hier gibt es Publikationen und Karten zu den Routen und Schauplätzen der ‚Industriekultur, die ihnen helfen sollen, die Stadt Wuppertal und das Bergische Land zu entdecken.

Adresse

Engelsstraße 10
42283 Wuppertal
(am Engelsgarten, direkt an der Friedrich-Engels-Allee)

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag: 9:00 bis 17:00 Uhr, Samstag/Sonntag: 10:00 bis 18:00 Uhr, Montag: geschlossen

Telefonische Erreichbarkeit unter +49 202 563-4375

Dienstags bis Donnerstag: 8.00 bis 16.00 Uhr,
Freitags: 8.00 bis 12.30 Uhr

E-Mail:ankerpunkt@stadt.wuppertal.de

Der Eintritt ist frei!

Der Zugang zum Engelspavillon ist barrierefrei.

Bitte beachten Sie die coronabedingten Hygieneschutzmaßnahmen:

  • Begrenzung der sich gleichzeitig in dem Ausstellungsraum aufhaltenden Besucher auf 4 Personen
  • Mundschutzpflicht für Besucher
  • Keine Gruppenbesuche und -führungen
  • Betreten des Pavillons durch die Eingangstür zur Friedrich-Engels-Allee und Verlassen des Pavillons durch die Tür im hinteren Bereich zum Engels-Garten

https://www.friedrich-engels-haus.de/engelspavillon

Druckfrisch:

Engels2020-Flyer mit allen September-Terminen zum Download

Download: https://www.wuppertal.de/microsite/engels2020/medien/bindata/Engels2020_Flyer-September-2020.pdf

Um bei den zahlreichen Veranstaltungen rund um das Engelsjahr einen besseren Überblick zu bekommen, erscheinen ab sofort Monatsflyer. Dass die verschiedenen Veranstaltungsformate im September so vielfäl-tig sind wie Friedrich Engels selbst, zeigt ein Blick in den Flyer: Von der Vertonung des Stummfilms „Modern Times“ mit Live-Musik des Wup-pertaler Symphonieorchesters (5.9.) über die Engels-Licht-Video-Show im Gaskessel, Vorträge & Diskussionsrunden bis hin zur internationalen Konferenz „Von Engels gelernt? Linke Utopien und emanzipatorische Praxis in Lateinamerika“ (10. + 11.9.), Poetry-Slam (8.9.) & Bandfestival (25.9.) der börse sowie Performances in Engelskirchen (25. bis 27.9.). Letzte Chance: Am 20. September endet die Sonderausstellung „Fried-rich Engels – Ein Gespenst geht um in Europa“ in der Kunsthalle Barmen (Geschwister-Scholl-Platz 4-6). Aktuell wird der September-Flyer an allen wichtigen Wuppertaler An-laufstellen verteilt – unter anderem bei Wuppertal-Touristik, bei der KulturKarte, in der Kunsthalle Barmen, in den Rathäusern Barmen und Elberfeld, im Grünen Zoo sowie in den Bibliotheken. Der Faltflyer ist zudem bei den beteiligten Engels2020-Akteuren wie Opernhaus, Gas-kessel, Von der Heydt-Museum, Bergische VHS, börse, Färberei und Ci-tykirche Elberfeld zu finden. Hinzu kommen diverse Buchhandlungen und Kinos.

Das September-Programm gibt es auch online auf der Engels2020-Website zum Download:
https://www.wuppertal.de/microsite/engels2020/medien/bindata/Engels2020_Flyer-September-2020.pdf

Aktuelle Informationen zu allen Engels2020-Veranstaltungen gibt es online unter:www.engels2020.de
 

"Engels neu Denken"

Sechs Vorträge und Dialogrunden
Alle Termine im Überblick

Auch wenn der Eintritt kostenfrei ist: Für alle Termine der Veranstaltungsreihe ist eine vorherige Anmeldung über das Ticketsystem Wuppertal Live erforderlich. Die entsprechenden Links finden Sie unter den jeweiligen Veranstaltungen.

Beteiligte Akteure/Veranstalter: Rainer Lucas, Reinhard Pfriem, Dieter Westhoff, Historisches Zentrum Wuppertal, Förderverein Historisches Zentrum e.V., CityKirche Elberfeld

Friedrich Engels hat in seinen Schriften zu vielen gesellschaftspolitischen Fragen Stellung bezogen, als Wissenschaftler und als Politiker in der europäischen Arbeiterbewegung. Seitdem sind mehr als 130 Jahre vergangen und es stellt sich die Frage, was er uns heute noch zu sagen hat. In den Veranstaltungen wird daher ein Bogen geschlagen von seinem Werk zu aktuellen Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung: Globalisierung und Nachhaltigkeit, soziale und ökologische Gerechtigkeit, verantwortliches und gemeinschaftsorientiertes Unternehmertum, Religion/Moral und Weltanschauung, Dialektik der Natur und Technik sowie Geschlechterverhältnisse/Arbeits- und Lebensformen. Diese Themen verlangen nach einem lebendigen Austausch. Entsprechend wird das Veranstaltungsformat Raum bieten für kritische und auch gegensätzliche Positionen.

Alle Termine im Überblick - Eintritt: frei (jedoch müssen vorab online Freitickets gebucht werden)
 

"Technikentwicklung und die Dialektik der Natur"

Termin: Donnerstag, 13.08 2020, 19.00 - 21.00 Uhr
Ort: City-Kirche Elberfeld, Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal
Eintritt: frei, vorherige Anmeldung über Wuppertal Live notwendig: 
www.wuppertal-live.de

Begrüßung: Andreas Mucke, Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal
Impulse: Prof. Dr. Lutz Becker (Köln/Solingen), Prof. Dr. Lars Hochmann (Bernkastel-Kues/Hamburg) und Prof. Dr. Uta von Winterfeld (Kassel, Wuppertal). Themen: Fortschrittsverständnis und Naturbeherrschung bei Engels, Ambivalenz des technischen Fortschritts heute, Umgang mit Risiken. Moderation: Rainer Lucas; anschließende Diskussion mit dem Publikum.

 

"Materialismus, Idealismus und Moral heute"

Termin: Donnerstag, 20.08.2020, 19.00 - 21.00 Uhr
Ort: City-Kirche Elberfeld, Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal
Eintritt: frei, vorherige Anmeldung über Wuppertal Live notwendig: 
www.wuppertal-live.de

Mit welchen weltanschaulichen und geistigen Orientierungen können wir versuchen, die ungelöste soziale Frage zu bewältigen? Darüber diskutieren Dr. Eva Bockenheimer (Köln), Prof. Dr. Martin Büscher (Bethel/Wup-pertal) und Ulrich Klan (Wuppertal). Moderation: Prof. Dr. Reinhard Pfriem; anschließende Diskussion mit dem Publikum.

 

"Geschlechterverhältnisse, Arbeits- und Lebensformen"

Termin: Dienstag 25.08.2020, 19.00 - 21.00 Uhr
Ort: City-Kirche Elberfeld, Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal
Eintritt: frei, vorherige Anmeldung über Wuppertal Live notwendig: 
www.wuppertal-live.de

Impulse von Dr. Gisela Notz (Berlin) und Prof. Uta von Winterfeld (Kassel/Wuppertal). Moderation: Rainer Lucas (Wuppertal); anschließende Diskussion über die historischen Bezüge und aktuelle Fragestellungen mit dem Publikum.
 

„Engels in Oberbarmen – Wohnen, Leben, Arbeiten heute, Alltagsexpert*innen berichten“

Termin: Dienstag 22.09.2020, 19.00 - 21.00 Uhr
Ort: Färberei (Peter-Hansen-Platz 1, 42275 Wuppertal)
Eintritt: frei, vorherige Anmeldung über Wuppertal Live notwendig: 
www.wuppertal-live.de

Eindrucksvoll beschreibt Friedrich Engels die schlechten Arbeits- und Lebensverhältnisse im englischen Manchester. Wenn er heute nach Oberbarmen käme, hätte er wieder viel zu tun. An diesem Abend wird Engels von Roland Brus und seinem Team aus der Geschichte in die Stadt von heute geholt. Wie geht Wohnen, Leben, Arbeiten (und nicht Arbeiten) heute in Wuppertal? Alltagsexpert*innen berichten, lesen, erzählen. Zudem gibt es von Hans-Dieter Westhoff („Die zwei Gesichter der Arbeit“) eine Einführung in das Denken von Friedrich Engels.
Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um eine Kooperation von Mobiler Oase Oberbarmen, Färberei, Agentur für besondere Maßnahmen und „Die Wüste lebt!" unter der künstlerischen Leitung von Roland Brus und Hans Neubauer.  
 

"Unternehmertum und gemeinschaftsorientiertes Wirtschaften"

Termin: Dienstag 07.10.2020, 19.00 - 21.00 Uhr
Ort: im Knipex-Forum (Zum Krusen, 42349 Wuppertal)
Eintritt: frei, vorherige Anmeldung über Wuppertal Live notwendig: 
www.wuppertal-live.de

Zunehmende soziale Verwerfungen und ökologische Zerstörungen fordern mehr gesellschaftliche Verantwortung. Dr. Burghard Flieger (Freiburg), Prof. Dr. Reinhard Pfriem (Essen-Kettwig) und Ralf Putsch (Geschäftsführer der Firma Knipex, Wuppertal) fragen sich: Wie sieht die Zukunft des Unternehmertums aus? Moderation: Prof. Dr. Lutz Becker; anschließende Diskussion mit dem Publikum.

 

"Kapitalismus, Globalisierung und nachhaltige Entwicklung"

Termin: Donnerstag 29.10.2020, 19.00 - 21.00 Uhr
Ort: City-Kirche Elberfeld (Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal)
Eintritt: frei, vorherige Anmeldung über Wuppertal Live notwendig: 
www.wuppertal-live.de

Die Referenten Prof. Dr. Michael Krätke (Amsterdam) und Prof. Dr. Peter Hennicke (Wuppertal) knüpfen an Engels‘ Analysen des Kapitalismus und dessen Gesellschaftskritik an und diskutieren Perspektiven des gesellschaftlichen Wandels. Moderation: Prof. Dr. Reinhard Pfriem; anschließende Diskussion mit dem Publikum.

 

Weitere Infos zu den Veranstaltungen:

Barrierefreiheit:
Die Citykirche (Kirchplatz 2) ist über eine Rampe erreichbar. Es gibt keine behindertengerechte Toilette. Für Hörbehinderte gibt es Induktionsschleifen.
weitere Infos: Citykirche Wuppertal

Förderung: Historisches Zentrum der Stadt Wuppertal (HZW) als Begleitveranstaltung zur Sonderausstellung „Friedrich Engels - ein Gespenst geht um in Europa“ sowie Förderverein des HZ

Engels-Stadtführungstermine

Ab sofort können zwei Gruppen zeitgleich teilnehmen.

Aufgrund der hohen Nachfrage werden ab sofort alle Engels-Stadtführungen vom Historischen Zentrum zeitgleich für zwei Gruppen angeboten. Somit können insgesamt bis zu 18 Interessierte – es gilt weiterhin die Begrenzung auf 9 Teilnehmer pro Stadtführungsgruppe – mehr über Friedrich Engels und sein Wirken in seiner Geburtsstadt Wuppertal erfahren. Die Teilnahme an einer Stadtführung erfolgt ausschließlich mit vorher gebuchtem Ticket über Wuppertal Live (Vorverkaufsstellen oder https://www.wuppertal-live.de/User/888) – Tickets können nicht vor Ort beim Stadtführer gekauft werden.

Friedrich Engels, der Philosoph und Revolutionär, feiert im Jahr 2020 seinen 200. Geburtstag. Friedrich Engels lebte ab seinem 20. Lebensjahr in Bremen, Berlin, Köln, Paris, Brüssel, Manchester und London, verlor aber nie den Kontakt zu seiner Heimatstadt Barmen im Wuppertal.

Was und wer ihn hier umgaben, wie die Stadt ihn prägte und wie er sich hier einbrachte, dazu bietet das Historische Zentrum folgende Stadtführungen an:

1. Herkunft und Familie von Friedrich Engels – Erkundung rund um denn Engelsgarten

Im Barmer-Bruch – dem heutigen Engels-Garten – lag die Textilmanufaktur und Fabrikkolonie der Familie Engels.
Zwei Bürger- und zwei Arbeiterhäuser sowie die von Friedrich Engels sen. errichtete Kirche blieben erhalten.
Hier verbrachte der Friedrich Engels seine Jugend, wurde im frommen Geist der Vorfahren erzogen und sammelte soziale Erfahrungen, die ihm später, als Autor von Sozialreportagen, als Philosoph und Politiker von großem Nutzen waren und die er in sein „Compagniegeschäft“ mit seinem Freund Karl Marx einbrachte.
In seinem Elternhaus verfasste er sein Werk über „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“, das ihn bekannt machte.
Mit seinen Verwandten im Bruch blieb Engels zeitlebens in Kontakt. Später wurden im Engelsgarten drei Denkmäler (1958, 1981 und 2014) für den „großen Sohn der Stadt“ und „Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus“ errichtet.
Sie sind zugleich Zeugnisse einer umstrittenen Erinnerungskultur.

Termine: 3.10./10.10./17.10./24.10./31.10./07.11./14.11./21.11./05.12.2020
Beginn: jeweils um 14.00 Uhr.
Termin: Sonntag 29.11.2020 um 10.00 Uhr.
Treffpunkt: Engelsgarten, Plastik von Alfred Hrdlicka (1928-2009) "Die starke Linke"
Dauer: 90 Minuten
Kosten: 8,-€ p.P.

Link zum Ticketkauf: https://www.wuppertal-live.de/User/888

 

2. Der revolutionäre Friedrich Engels in Elberfeld

In Elberfeld besuchte der Schüler Friedrich Engels das Gymnasium und war Mitglied des von seinen Freunden gegründeten „Elberfelder Literaturkränzchens“.
1845 kam der spätere Sozialreformer Adolf Kolping als junger Kaplan nach Elberfeld, wo er in seinem katholischen Gesellenverein eine Antwort auf die Soziale Frage sah.
Zur selben Zeit ging Engels schon weiter, indem er hier an der Herausgabe des „Gesellschaftsspiegels“ arbeitete, einer frühsozialistischen Zeitschrift.
Zudem organisierte er die ersten „kommunistischen Versammlungen“ in Deutschland.
Später, während der Revolution von 1848/1849, als die Elberfelder Landwehrsoldaten zum Aufstand riefen, kam er - damals Redakteur der „Neuen Rheinischen Zeitung“ in Köln - zurück ins Wuppertal und stellte sich der Bewegung als Offizier und „Barrikadeninspektor“ zur Verfügung. Sein Freund Karl Marx logierte kurz nach der Amnestie für eine Nacht in Elberfeld, inkognito, weil er der preußischen Polizei nicht traute.

Termine: 18.10./01.11./22.11.2020
Beginn: jeweils um 14.00 Uhr.
Termin: 28.11.2020 um 13.00 Uhr
Termin: 29.11.2020 um 16:00 Uhr
Treffpunkt: Laurentiusplatz
Dauer: 90 Minuten
Kosten: 8,- p.P.

Link zum Ticketkauf: https://www.wuppertal-live.de/User/888

3. Friedrich Engels und das Frühindustrielle Wuppertal

Die Allee in Unterbarmen – heute Friedrich-Engels-Allee - war für einige Jahre der Schulweg des Gymnasiasten Friedrich Engels.
Entlang der Straße lagen die für das Tal so typischen Türkischrotfärbereien, frühen Textilfabriken und Maschinenbauanstalten. Hier lagen die Kneipen, in denen sich die Heimweber am „Liefertag“ trafen und in denen das wüste „Volksleben“ stattfand, das der 19jährige Engels in seinen „Briefen aus dem Wupperthal“ beschrieb.
Hier, im Gasthof „Zur Stadt London“, traf sich Engels konspirativ mit Moses Hess, seinem Mentor, und bereitete mit ihm Deutschlands erste „kommunistische Versammlungen“ in Elberfeld vor.
Und hier logierte Georg Weerth als junger Lehrling, später ein enger Freund und Mitstreiter von Friedrich Engels. Viele noch erhaltene Wohn- und Fabrikgebäude im westlichen Teil der Allee dokumentieren die frühe industrielle Entwicklung der Stadt.

Termine: 11.10./25.10./08.11.2020
Beginn: 14.00 Uhr
Termin: 28.11.2020 um 10.00 Uhr und um 16.00 Uhr
Treffpunkt: Schwebebahnstation Völklinger Straße
Dauer: 90 Minuten
Kosten: p.P: 8,-€

Link zum Ticketkauf:https://www.wuppertal-live.de/User/888

Sonderführungen:

4. Mit Friedrich Engels über den Unterbarmer Friedhof

Der Unterbarmer Friedhof ist der „Familienfriedhof“ der Familie Engels. Hier wurden Friedrichs Eltern, einige Brüder, Onkel und zahlreiche Nichten und Neffen bestattet. Auch die Gräber von Jugendfreunden, Weggefährten und mutmaßlichen Ideengebern liegen hier. Reiner Rhefus erzählt anhand der Gräber von den Verbindungen, die Friedrich Engels von England aus in seine Heimatstadt pflegte – Kontakte, die zugleich interessante Einblicke in das Leben und Werk des Philosophen und politischen Publizisten gewähren.

Termin: Sonntag, 04.10.2020 um 14.00 Uhr und Sonntag, 29..11.2020 um 13.00 Uhr
Treffpunkt: Am Unterbarmer Friedhof 16, Eingang, 42285 Wuppertal
Dauer: 90 Minuten
Kosten: p.P: 8,-€

Link zum Ticketkauf:https://www.wuppertal-live.de/User/888

5. Friedrich Engels und der Aufstieg der deutschen Arbeiterbewegung

Friedrich Engels‘ Leben zu erzählen, bedeutet, vom Aufstieg der deutschen und der europäischen Arbeiterbewegung zu berichten. Das Wuppertal galt seit dem Auftreten von Ferdinand Lassalle als die Hochburg der Sozialisten im Rheinland. Im Wuppertal wurden immer wieder Arbeitervertreter in den Reichstag gewählt. Hier war der Sitz der SPD-Bezirksleitung für die Preußische Rheinprovinz. Wuppertaler Sozialdemokarten wie Hugo Hillmann und Carl Eberle standen in Kontakt mit Friedrich Engels. Der Anwalt Hugo Landé und Emil Müller gehörten gemeinsam mit Friedrich Engels zu den Autoren des Erfurter (SPD-)Programms. Reiner Rhefus führt durch das Luisenviertel und die Elberfelder Nordstadt und berichtet am Beispiel des Wuppertals vom Aufstieg der sozialistischen Arbeiterbewegung und der Rolle, die Friedrich Engels dabei einnahm.

Termin: Sonntag, 15.11.2020 und Sonntag, 06.12.2020 jeweils um 14.00 Uhr
Beginn: 14.00 Uhr
Treffpunkt: Laurentiusplatz
Dauer: 90 Minuten
Kosten: p.P: 8,-€

Link zum Ticketkauf:https://www.wuppertal-live.de/User/888

Kosten und Anmeldung:

Die Teilnahme an einer Stadtführung kostet pro Person acht Euro. Tickets müssen vorab online über Wuppertal-Live gekauft werden: https://www.wuppertal-live.de/User/888

Wenn nicht anders angegeben, werden jeweils 18 Plätze bzw. zwei Gruppen angeboten. Eine Anmeldung ist bis zum Vortag 16.00 Uhr möglich.

Die Stadtführungen 1 - 3 können als individuelle Führung für Gruppen gebucht werden, auch in englischer, französischer und spanischer Sprache.
Termine können nach Absprache beim Ankerpunkt vereinbart werden:
ankerpunkt@stadt.wuppertal.de  
Telefon: 0202/ 563 – 4375
Teilnehmeranzahl: 9 Personen je Gruppe
Kosten: 90,00 Euro und für eine fremdsprachige Führung 120,00 Euro pro Gruppe

Weitere Infos zu allen Engels2020- Stadtführungen finden Sie unter: https://www.wuppertal.de/microsite/engels2020/veranstaltungen/content/stadtfuehrungen.php

Corona-Schutzbestimmungen:

Hygieneschutzmaßnahmen: Die Teilnehmerzahl pro Gruppe ist auf neun Personen begrenzt. Der Mindestabstand von 1.50 Metern ist einzuhalten, der Mund-Nasen-Schutz kann jedoch während der Stadtführung abgenommen werden.

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