Engels2020-Stadtführungen wurden erweitert

Unsere Stadtführungen zu Engels in Wuppertal können wieder gebucht werden

Aufgrund der hohen Nachfrage werden ab sofort alle Engels-Stadtführungen vom Historischen Zentrum zeitgleich für zwei Gruppen angeboten. Somit können insgesamt bis zu 18 Interessierte – es gilt weiterhin die Begrenzung auf 9 Teilnehmer pro Stadtführungsgruppe – mehr über Friedrich Engels und sein Wirken in seiner Geburtsstadt Wuppertal erfahren. Die Teilnahme an einer Stadtführung erfolgt ausschließlich mit vorher gebuchtem Ticket über Wuppertal Live (Vorverkaufsstellen oder https://www.wuppertal-live.de/User/888) – Tickets können nicht vor Ort beim Stadtführer gekauft werden.

Friedrich Engels, der Philosoph und Revolutionär, feiert im Jahr 2020 seinen 200. Geburtstag.

Friedrich Engels lebte ab seinem 20. Lebensjahr in Bremen, Berlin, Köln, Paris, Brüssel, Manchester und London, verlor aber nie den Kontakt zu seiner Heimatstadt Barmen im Wuppertal.

Was und wer ihn hier umgaben, wie die Stadt ihn prägte und wie er sich hier einbrachte, dazu bietet das Historische Zentrum folgende Stadtführungen an:

1.Herkunft und Familie von Friedrich Engels – Erkundung rund um denn Engelsgarten

Im Barmer-Bruch – dem heutigen Engels-Garten – lag die Textilmanufaktur und Fabrikkolonie der Familie Engels.
Zwei Bürger- und zwei Arbeiterhäuser sowie die von Friedrich Engels sen. errichtete Kirche blieben erhalten.
Hier verbrachte der Friedrich Engels seine Jugend, wurde im frommen Geist der Vorfahren erzogen und sammelte soziale Erfahrungen, die ihm später, als Autor von Sozialreportagen, als Philosoph und Politiker von großem Nutzen waren und die er in sein „Compagniegeschäft“ mit seinem Freund Karl Marx einbrachte.
In seinem Elternhaus verfasste er sein Werk über „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“, das ihn bekannt machte.
Mit seinen Verwandten im Bruch blieb Engels zeitlebens in Kontakt. Später wurden im Engelsgarten drei Denkmäler (1958, 1981 und 2014) für den „großen Sohn der Stadt“ und „Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus“ errichtet.
Sie sind zugleich Zeugnisse einer umstrittenen Erinnerungskultur.

Termine: 27.06.2020/04.07./11.07./18.07./25.07./01.08./08.08./15.08./22.08./29.08./05.09./12.09./19.09./26.09.2020
Beginn: jeweils um 14.00 Uhr.

Link zum Ticketkauf: https://www.wuppertal-live.de/User/888

Treffpunkt: Engelsgarten, Plastik von Alfred Hrdlicka (1928-2009) "Die starke Linke"
Dauer: 90 Minuten
Kosten: 8,-€ p.P.

2.Der revolutionäre Friedrich Engels in Elberfeld

In Elberfeld besuchte der Schüler Friedrich Engels das Gymnasium und war Mitglied des von seinen Freunden gegründeten „Elberfelder Literaturkränzchens“.
1845 kam der spätere Sozialreformer Adolf Kolping als junger Kaplan nach Elberfeld, wo er in seinem katholischen Gesellenverein eine Antwort auf die Soziale Frage sah.
Zur selben Zeit ging Engels schon weiter, indem er hier an der Herausgabe des „Gesellschaftsspiegels“ arbeitete, einer frühsozialistischen Zeitschrift.
Zudem organisierte er die ersten „kommunistischen Versammlungen“ in Deutschland.
Später, während der Revolution von 1848/1849, als die Elberfelder Landwehrsoldaten zum Aufstand riefen, kam er - damals Redakteur der „Neuen Rheinischen Zeitung“ in Köln - zurück ins Wuppertal und stellte sich der Bewegung als Offizier und „Barrikadeninspektor“ zur Verfügung. Sein Freund Karl Marx logierte kurz nach der Amnestie für eine Nacht in Elberfeld, inkognito, weil er der preußischen Polizei nicht traute.

Termine: 05.07./19.07./02.08./16.08./06.09./27.09.2020
Beginn jeweils um 14.00 Uhr.

Link zum Ticketkauf: https://www.wuppertal-live.de/User/888

Treffpunkt: Laurentiusplatz
Dauer: 90 Minuten
Kosten: 8,- p.P.

3.Friedrich Engels und das Frühindustrielle Wuppertal

Die Allee in Unterbarmen – heute Friedrich-Engels-Allee - war für einige Jahre der Schulweg des Gymnasiasten Friedrich Engels.
Entlang der Straße lagen die für das Tal so typischen Türkischrotfärbereien, frühen Textilfabriken und Maschinenbauanstalten. Hier lagen die Kneipen, in denen sich die Heimweber am „Liefertag“ trafen und in denen das wüste „Volksleben“ stattfand, das der 19jährige Engels in seinen „Briefen aus dem Wupperthal“ beschrieb.
Hier, im Gasthof „Zur Stadt London“, traf sich Engels konspirativ mit Moses Hess, seinem Mentor, und bereitete mit ihm Deutschlands erste „kommunistische Versammlungen“ in Elberfeld vor.
Und hier logierte Georg Weerth als junger Lehrling, später ein enger Freund und Mitstreiter von Friedrich Engels. Viele noch erhaltene Wohn- und Fabrikgebäude im westlichen Teil der Allee dokumentieren die frühe industrielle Entwicklung der Stadt.

Termine: 28.06./12.07/26.07./09.08./23.08./13.09.2020
Beginn: jeweils um 14.00 Uhr

Link zum Ticketkauf:https://www.wuppertal-live.de/User/888

Treffpunkt: Schwebebahnstation Völklinger Brücke
Dauer: 90 Minuten
Kosten: p.P: 8,-€

Sonderführung:

4. Mit Friedrich Engels über den Unterbarmer Friedhof

Der Unterbarmer Friedhof ist der „Familienfriedhof“ der Engels. Hier wurden Friedrichs Eltern, zwei Brüder, zwei Onkel und zahlreiche Nichten und Neffen bestattet. Auch die Gräber von Jugendfreunden, etwa des späteren Barmer Oberbürgermeisters August Bredt, liegen hier. Reiner Rhefus erzählt über diese und andere Gräber „Engels-Geschichten“.

Termin: Sonntag 30.08.2020
Beginn: 14.00 Uhr

Link zum Ticketkauf: https://www.wuppertal-live.de/User/888

Treffpunkt: Am Unterbarmer Friedhof 16, Eingang, 42285 Wuppertal
Dauer: 90 Minuten
Kosten: p.P: 8,-€

Sonderführung:

5. Engels und die Elberfelder Arbeiterbewegung

Elberfeld war in den 1890er Jahren der Sitz der SPD- Bezirksleitung für die Preußische Rheinprovinz. Hier wohnten Sozialdemokraten, die mit Friedrich Engels, dem Mentor der internationalen Arbeiterbewegung in London, in Berührung kamen. So etwa Hugo Hillmann, der 1848er Revolutionär, der als Flüchtling in London lebte, oder der Anwalt Hugo Landê, der gemeinsam mit Friedrich Engels zu den Autoren des Erfurter (SPD-) Programms gehörte. Die Elberfelder Nordstadt, heute das Szene- und Gründerzeitviertel der Stadt, war damals „rote Hochburg“ der Sozialisten. An der Gathe liegt das Marx-Engels-Zentrum, das 1970, zum 150. Geburtstag von Friedrich Engels, gegründet wurde.

Termin: Donnerstag 20.08.2020
Beginn: 16.00 Uhr

Link zum Ticketkauf: https://www.wuppertal-live.de/User/888

Treffpunkt: Laurentiusplatz
Dauer: 90 Minuten
Kosten: p.P: 8,-€

Kosten und Anmeldung

Die Teilnahme an einer Stadtführung kostet pro Person acht Euro. Tickets müssen vorab online über Wuppertal-Live gekauft werden:

https://www.wuppertal-live.de/User/888

Wenn nicht anders angegeben, werden jeweils 18 Plätze bez. zwei Gruppen angeboten.Eine Anmeldungen bis zum Vortag 16.00 Uhr ist möglich.

Die Stadtführungen 1 - 3 können als individuelle Führung für Gruppen bebucht werden, auch in englischer, französischer und spanischer Sprache.
Termine können nach Absprache beim Ankerpunkt vereinbart werden:
ankerpunkt@stadt.wuppertal.de  
Telefon: 0202/ 563 – 4375

Teilnehmeranzahl: 9 Personen je Gruppe
Kosten: 90,00 Euro und für eine Fremdsprachige Führung 120,00 € pro Gruppe.

Weitere Infos zu allen Engels2020- Stadtführungen finden Sie unter:

https://www.wuppertal.de/microsite/engels2020/veranstaltungen/content/stadtfuehrungen

Corona-Bestimmungen

Hygieneschutzmaßnahmen: Die Teilnehmerzahl pro Gruppe ist auf neun Personen begrenzt. Der Mindestabstand von 1.50 Metern ist einzuhalten, der Mund-Nasen-Schutz kann jedoch während der Stadtführung abgenommen werden.

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