Friedrich Engels - Ein Gespenst geht um in Europa

Sonderausstellung in der Kunsthalle Barmen, 29.03. - 20.09.2020

Historisches Zentrum Wuppertal 

„Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst des Kommunismus.“ So hebt das von Friedrich Engels und Karl Marx verfasste Kommunistische Manifest 1848 an, um mit dem kämpferischen Aufruf „Proletarier aller Länder vereinigt euch!“ zu enden. In vielen anderen Schriften setzte sich Friedrich Engels mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen und Verwerfungen der Industrialisierung im 19. Jahrhundert auseinander. Zusammen mit Karl Marx hat er eine Kritik und Theorie des Kapitalismus formuliert, die bis heute wirkmächtig ist.

Damit zählt Friedrich Engels zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts, die die Geschichte bis heute beeinflusst haben. Friedrich Engels` 200. Geburtstag feiert Wuppertal mit einer Sonderausstellung vom 28. März bis zum 20. September 2020 im „Haus der Jugend“, unweit zu seinem Geburtsort in Barmen.

Die Ausstellung richtet einen historischen Blick auf den Unternehmer, Philosophen und Sozialkritiker, Schriftsteller und Journalisten, Revolutionär und Visionär, aber auch auf den pflichtbewussten Sohn, treuen und großzügigen Freund und geselligen Gastgeber. Sie schildert sein bewegtes Leben zur Zeit der „industriellen Revolution“, das ihn von Wuppertal aus nach Bremen, Berlin, Paris, Brüssel, Köln, Manchester und London führen sollte. Mit vielen Exponaten, Werken, Bildern und vor allem zeitgenössischen Fotos werden Ereignisse, Lebens- und Arbeitswelt auf dem Weg in die Moderne gezeigt, wie auch Engels sie wahrgenommen hat. Highlights der Sonderausstellung sind Erstausgaben bedeutender Werke von Friedrich Engels sowie originale Handschriften, Karikaturen und Manuskripte, die – multimedial inszeniert – das vielseitige Denken Engels` verdeutlichen. Hinzu kommen persönliche Gegenstände Friedrich Engels` und eine Vielzahl an Exponaten, die Einblick geben in Leben, Werk und Persönlichkeit des berühmtesten Sohns der Stadt Wuppertal.

Projektleitung: Dr. Lars Bluma (Historisches Zentrum Wuppertal/HZW)
Kuratorenteam: Heike Ising-Alms (leitende Kuratorin), Thorsten Dette (HZW), Marina Mohr (HZW), Reiner Rhefus (HZW)
Wissenschaftlicher Beirat: Dr. Anja Kruke (Archiv der sozialen Demokratie/Friedrich-Ebert-Stiftung), Prof. Dr. Wilfried Nippel (Humboldt Universität zu Berlin), Dr. Regina Roth (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften/MEGA), Prof. Dr. Clemens Zimmermann (Universität des Saarlandes)
Organisation und Verwaltung: Marcus Issel (HZW) 
Exponat- und Leihmanagement: Alexandra Barbian (HZW)
Finanzen: Birgit Verkennis (HZW)
Werbung und Merchandising: Birgit Hoseit-Veljovic (HZW)
Technik: Jochen Reuter (HZW), Kevin Emmerlich (HZW)
Gestalterbüro: Space4

Besucherinformationen zur Sonderausstellung

  • Veranstaltungsort
    Kunsthalle Barmen/Haus der Jugend, Geschwister-Scholl-Platz 4-6, 42269 Wuppertal
  • Zeitraum
    29.03. bis 20.09.2020
  • Öffnungszeiten
    Dienstag - Freitag: 09.00 - 17.00 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertags: 10.00 – 18.00 Uhr, Montag: geschlossen
  • Eintritt
    Einzelticket: 8 €, Einzelticket ermäßigt: 5 € (Schüler, Studenten, Auszubildende, Bezieher von Lohnersatzleistungen, Bundesfreiwilligendienst, Menschen mit Behinderung, Spätbesucher ab 16.00 Uhr) 
    Gruppenticket ab 15 Personen: Erwachsene, 5 €, Ermäßigt: 3 €
    Führungen auf Anfrage
    Freier Eintritt: Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren, Inhaber eines Presseausweises, Mitglieder des ICOM und des Museumsbundes
  • Führungen
    a) Engels kompakt: 1-stündige Führung für angemeldete Gruppen: 80 € (zzgl. Eintritt), Schulklassen: (inkl. 2 Begleitpersonen): 40 € (kein Eintritt), fremdsprachige Führungen: + 15 €
    b) Engels spezial: 1,5-stündige Führung für angemeldete Gruppen: 120 € (zzgl. Eintritt), Schulklassen (inkl. 2 Begleitpersonen): 60 € (kein Eintritt), 
    fremdsprachige Führung: + 15 €
    Buchung von Engels kompakt und Engels spezial per E-Mail: ankerpunkt@stadt.wuppertal.de, oder telefonisch: +49 202 563-4375.
    c) Engels öffentlich: 1-stündige öffentliche Führung jeden Donnerstag 15 Uhr und Sonntag 11 Uhr: 5 € pro Person + Eintritt, Anmeldung an der Kasse
    max. Teilnehmerzahl für alle Führungen: 15 (Ausnahme Schulklassen)
  • Barrierefreiheit: Die Sonderausstellung ist über einen Aufzug zugänglich.
  • Website-Adresse: www.engels2020.de
  • Gefördert von:

Kontor 91

Das Kontor 91 ist unser Hauptstandort während der Schließung der Dauerausstellungen im Museum für Frühindustrialisierung und Engels-Haus. Mitten in der Barmer Fußgängerzone zeigen wir einige besondere Highlight-Exponate aus der Museumssammlung. Dazu zählen zum Beispiel das Modell des Engels-Bruchs, historische Textilmaschinen, alte Schulbänke und vieles mehr. Beim Stöbern durch die Ausstellung erfahren Sie Wissenswertes zur Industriegeschichte der Stadt Wuppertal, über die Bedeutung der Textilindustrie für den frühen wirtschaftlichen Boom im Wuppertal, über die Kinderarbeit in den Textilfabriken und und und...

Gleichzeitig ist das Kontor 91 Standort unserer museumspädagogischen Programme für Schulen, Familien und Kinder. In Workshops und Familienführungen ist "Mitmachen!" das Motto. Regelmäßige Vortragsabende des Fördervereins des Historischen Zentrums runden das Bildungsangebot ab, so dass das Historische Zentrum für alle Altersgruppen ein interessantes Angebot zusammengestellt hat. Mehr zu unseren museumspädagogischen Angeboten finden Sie hier: museumspädagogische Programme.

Besucherinformationen


Engelspavillon

Während der Schließung des Engels-Hauses und des Museums für Frühindustrialisierung dient der Engelspavillon als Anlaufstelle und Infozentrum für die Besucher. Im Engels-Pavillon finden Sie eine kleine Ausstellung mit Informationen zum Leben und Wirken des Barmer Fabrikantensohns, Philosophen und Weltveränderers Friedrich Engels. Anhand einer Zeittafel wird dort der Lebensweg von Engels in Beziehung zur Zeitgeschichte gesetzt.

Weiterhin dient der Engelspavillon als Ankerpunkt Industriekultur. Er bietet einen Überblick über die industriehistorischen Besonderheiten und Schauplätze, die beschilderten Routen sowie die touristischen und industriegeschichtlichen Angebote in Wuppertal und den Nachbarstädten Solingen und Remscheid. Hier gibt es Publikationen und Karten zu den Routen und Schauplätzen der Industriekultur, die ihnen helfen sollen, die Stadt Wuppertal und das Bergische Land zu entdecken. 

 

Besucherinformationen

Top