Workshops zum Mitmachen

für Kinder und Jugendliche

In den Workshops des Historischen Zentrums können Kinder und Jugendliche einen Einblick in handwerkliche Tätigkeiten gewinnen.
Das Motto dieser Veranstaltungsreihe: Mitmachen! Spielerisch und mit viel Spaß werden handwerkliche Fertigungsprozesse vermittelt.
Am Ende des Workshops können die Teilnehmer ihre selbst gebauten Schwebebahnwagen, Wasserräder, bedruckten Textilien und Notizbücher mit nach Hause nehmen.
Nebenbei erfahren die Kinder und Jugendliche auch eine Menge Wissenswertes über die Geschichte ihrer Stadt.

Ort: Kontor 91, mindestens 5/maximal 20 Teilnehmer

Dauer: 2 Stunden

Entgelt : 6 € 

Eine Anmeldung ist erforderlich: Ankerpunkt Historisches Zentrum, Telefon +49 202 563-4375, E-Mail: ankerpunkt@stadt.wuppertal.de

 

1. Färberkinder

Kreative Köpfe und geschickte Hände gesucht!
In diesem Workshop könnt ihr euch auf die Spuren der „Wuppertaler Färbertradition“ begeben.
Mit ungefährlichen Batikfarben werden dabei weiße Jutebeutel gefärbt.
Dank spezieller Falttechniken, entstehen dabei die tollsten Muster.
Selbstverständlich kannst du die Beutel im Anschluss mit nach Hause nehmen und im Alltag benutzen.
Je nach Alter der Kinder wird nebenbei Grundlegendes über Farben und über die Tradition der Textilfärbung im Wuppertal erzählt.

Geeignet für 6-14jährige, Termine: Sa 17.08., Di 15.10., Sa 26.10., Sa 30.11., jeweils 11:00 Uhr

 

2. Buchbinderei im Kontor 91

Für zwei Stunden verwandelt sich das Kontor 91 in eine Buchbinderei.
Bücher bestehen aus vielen Einzelteilen und Materialien, die zusammengefügt werden müssen.
Hier wird Kindern und Jugendlichen anschaulich ein mehrteiliger Produktionsprozess erfahrbar gemacht,
an dessen Ende ein selbst gebundenes und gestaltetes Notizbuch steht.

Geeignet für 10-14 jährige, Termine: Di 13.08., Sa 28.09., Sa 09.11., Sa 14.12., jeweils 11:00 Uhr

 

3. Schwebebahn zum Mitnehmen

Eine Schwebebahn für zu Hause? Das Historische Zentrum macht es möglich! Konstrukteure und Bastler aufgepasst!
Ihr könnt euch beim Bau von Miniatur-Schwebebahnen auf praktische Weise mit einem der bekanntesten Wuppertaler Wahrzeichen und dessen Geschichte auseinandersetzen.

Geeignet für 8-12 jährige, Termine: Sa 14.09., Di 22.10., Sa 16.11., jeweils 11:00 Uhr

 

4. Wasserräder zum Selberbauen

Vor der Dampfmaschine nutzen die Handwerker und Fabrikanten vor allem die Kraft des Wassers als Energiequelle.
Unzählige Wasserräder trieben die Hämmer, Schleifsteine und Werkzeugmaschinen entlang der vielen Flüsse und Bäche im Bergischen Land an.
Baut euer eigenes Wasserrad und testet es anschließend im nahe gelegenen Werther Brunnen.

Geeignet für 8-12 jährige, Termine: Di 20.08., Sa 31.08., Sa 21.12., jeweils 11:00 Uhr


Erlebnisführungen

für die offenen Ganztagsschulen und Familien

In unseren Führungen für Familien und für die offene Ganztagsschule erfahren unsere Besucher viel Interessantes und Unterhaltsames über Arbeit und Alltag der Kinder im 19. Jahrhundert. Sie können zwischen zwei Programmen wählen: Weberkinder und Alte Schule.

Ort: Kontor 91, mindestens 5/maximal 20 Teilnehmer 

Dauer: 90 Minuten (Führung ca. 30 Minuten, praktischer Teil ca. 60 Minuten)

Entgelt für OGATAS: in den Ferien 25 € (bezuschusst in den Ferien durch das Historische Zentrum und den Förderverein des Historischen Zentrums), außerhalb der Ferien 60 €

Entgelt für Familien: 6 € für Erwachsene, 2 € für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre

Eine Anmeldung ist erforderlich: Ankerpunkt Historisches Zentrum, Telefon +49 202 563-4375, E-Mail: ankerpunkt@stadt.wuppertal.de

 

Programm 1: Weberkinder

Kinderarbeit gehörte bis vor einigen Generationen in Deutschland zum Alltag, und in anderen Ländern gibt es sie heute noch.
Wuppertaler Kinder waren dabei früher oft in der Textilindustrie beschäftigt.
In dieser Führung erfahren Kinder nicht nur etwas über das Leben der Arbeiterkinder von damals, sondern sie können auch selbst die Erfahrung eines Arbeiterkindes nachvollziehen.
Dabei tauchen sie in die Geheimnisse der Textilindustrie ein, erfahren, welche Materialien damals verarbeitet wurden und arbeiten auch selbst an einem Webrahmen.

Termine für die Familienführung: Sa 05.10., Sa 02.11., Sa 07.12.2019., jeweils 11:00 Uhr
 

Programm 2: Alte Schule

Heute wie früher müssen die Kinder in die Schule. Auch im Leben der Arbeiterkinder der Industrialisierung gab es die Schule.
Doch sah der Unterricht damals etwas anders aus. In dieser Führung erfahren Kinder nicht nur etwas über das Leben der Arbeiterkinder und den Unterricht von damals, sondern sie können auch selbst die Erfahrung eines Arbeiterkindes nachvollziehen.
Die Kinder können im Rahmen der Führung eine historische Unterrichtsstunde besuchen und sie lernen, wie man mit Feder und Tinte die Schrift von damals schreibt.

Termine für die Familienführung: Sa 21.09., Sa 19.10., Sa 23.11.2019, jeweils 11:00 Uhr


Lebendiges Lernen

Angebote für Schulklassen


Führung 1: Arbeitsbedingungen in der Frühindustrialisierung

Von der Haus- und Heimindustrie zur Fabrikorganisation am Beispiel Caspar Engels Söhne, Barmen,und Ermen & Engels, Engelskirchen und Barmen.
Friedrich Engels wurde in eine wohlhabende und erfolgreiche Unternehmerfamilie hineingeboren.
An der Entwicklung des Familienunternehmens Caspar Engels Söhne und dem vom Vater ab 1837 vergrößerten Geschäftsbereich in Partnerschaft mit Peter Ermen und seinen Brüdern Godfrey und
Anton sowie seinem Seidenhandel kann man beispielhaft den Industrialisierungsprozess in der Textilindustrie nachvollziehen.

Führung 2: Pauperismus und Armenpflege in Elberfeld und Barmen

Vom Elberfelder System über das Kolpingwerk hin zur privaten Armenpflege.
Das 19. Jahrhundert brachte neben technischem Fortschritt auch Elend und Pauperismus.
Die Gesellschaft war gezwungen sich mit diesen negativen Auswirkungen der Industrialisierung zu beschäftigen und Lösungen für die soziale Frage zu finden.
Diese Lösungsansätze werden an verschiedenen Beispielen wie dem Elberfelder System oder dem Kolpingwerk nachvollzogen, wobei auch die Gründe und Auswirkungen des Elends in den Blick geraten.

Führung 3: Von Barmen nach Manchester

Die aufstrebende Baumwollindustrie in Manchester war für ambitionierte Unternehmer aus Barmen wie Friedrich Engels senior in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von brennendem Interesse.
Es lag für den in pietistisch-unitarischen Kreisen gut vernetzten Unternehmer auf der Hand, sich an den dort seit der Mitte des 18. Jahrhunderts ständig weiterentwickelten technischen, arbeitsorganisatorischen
und unternehmerischen Neuerungen zu orientieren. Manchester trug zu jener Zeit den Namen „shock city“, der sogenannte „Manchester-Kapitalismus“ ist sprichwörtlich.
Sein Sohn Friedrich sah auch die Schattenseiten Manchesters und hielt sie in „Lage der arbeitenden Klasse in England“ 1845 als Warnung für Barmen fest.

Führung 4: Kinder und Frauenarbeit

Lebens- und Arbeitswelt der Frauen und Kinder in der Frühindustrialisierung waren erbärmlich.
Es wird den Fragen nachgegangen: Warum mussten Frauen und Kinder in den Fabriken arbeiten?
Wie sah diese Arbeit aus, welche Auswirkungen hatte Frauen- und Kinderarbeit auf Gesundheit,Bildung und Familie?
Und wie war die gesellschaftliche Meinung zu diesem Thema?(Ein Ausblick auf Kinderarbeit heute ist ebenfalls möglich.)

Führung 5: Schule in Preussen - Fabrikkinder

Seit 1717 gab es die Schulpflicht in Preußen. Aber es waren flächendeckend nicht genug Schulen vorhanden, auch waren diese stets kostenpflichtig.
Mit dem ersten Kinderschutzgesetz, dem sogenannten Preußischen Regulativ von 1839, erhielten nun auch Kinderarbeiter in fabrikeigenen
Elementarschulen Unterricht. Doch wie sah die Schule damals aus? Wer ging zur Schule? Und welche Probleme gab es zwischen Schule und Arbeit?
Diese Führung zeichnet den Alltag der Kinder der Industrialisierung nach, gefangen zwischen Schule und Lebenserhalt.

Führung 6: Wuppertaler Weberkinder

Die Kinder schlüpfen in die Rolle der Weberkinder. Sie erfahren nicht nur wie die Kinder damals lebten, sondern stellen auch ihren eigenen Webrahmen her.
Sie erfahren welche Materialien verwendet wurden und wie man sie aufbereitet hat.

Führung 7: Kinderarbeit und Schule

Die Schüler lernen, wie die Kinder damals lebten, arbeiteten und zur Schule gingen, bevor sie selber Teil einer Schulstunde von damals werden und den Umgang mit Feder und Tinte erlernen.

Die Führungen dauern 60 oder 90 Minuten. Die Kosten betragen bei 60 Minuten 25 €, bei 90 Minuten 45 €.
Dieser vergünstigte Betrag kommt mit Unterstützung des Fördervereins des Historischen Zentrums zustande.
Die maximale Teilnehmerzahl beträgt etwa 25 Personen.
Da das Angebot potentiell barrierefrei ist, bitten wir um vorherige Rücksprache.
Buchung und Informationen: Ankerpunkt Historisches Zentrum Telefon: +49 202 563-4375.

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