Unsere Aktivitäten im Engelsjahr 2020

Das Historische Zentrum und der Förderverein des Historischen Zentrums beteiligen sich mit einer Vielzahl an Veranstaltungen, Aktionen und Ausstellungen am Engelsjahr. Wir treten dabei sowohl als aktive Organisatoren und Ausrichter in Erscheinung als auch als Kooperationspartner und Förderer. Auf dieser Seite möchten wir Ihnen unsere Hauptaktivitäten kurz vorstellen. Das vollständige Programm des Engelsjahres finden Sie hier.

Unsere Veranstaltungen im Engelsjahr 2020 werden gefördert von

 

 


Friedrich Engels - Ein Gespenst geht um in Europa

Sonderausstellung, 29.03.-20.09.2020

Friedrich Engels` 200. Geburtstag feiert Wuppertal mit einer Sonderausstellung vom 28. März bis zum 20. September 2020 im „Haus der Jugend“, unweit zu seinem Geburtsort in Barmen.

Die Ausstellung richtet einen historischen Blick auf den Unternehmer, Philosophen und Sozialkritiker, Schriftsteller und Journalisten, Revolutionär und Visionär, aber auch auf den pflichtbewussten Sohn, treuen und großzügigen Freund und geselligen Gastgeber. Sie schildert sein bewegtes Leben zur Zeit der „industriellen Revolution“, das ihn von Wuppertal aus nach Bremen, Berlin, Paris, Brüssel, Köln, Manchester und London führen sollte. Mit vielen Exponaten, Werken, Bildern und vor allem zeitgenössischen Fotos werden Ereignisse, Lebens- und Arbeitswelt auf dem Weg in die Moderne gezeigt, wie auch Engels sie wahrgenommen hat. Highlights der Sonderausstellung sind Erstausgaben bedeutender Werke von Friedrich Engels sowie originale Handschriften, Karikaturen und Manuskripte, die – multimedial inszeniert – das vielseitige Denken Engels` verdeutlichen. Hinzu kommen persönliche Gegenstände Friedrich Engels` und eine Vielzahl an Exponaten, die Einblick geben in Leben, Werk und Persönlichkeit des berühmtesten Sohns der Stadt Wuppertal.

Nähere Informationen finden Sie im Homepage-Bereich "Sonderausstellungen" und auf der Seite www.engels2020.de.

Die Sonderausstellung endet am 20. September mit dem

7. Wuppertaler Geschichtsfest: 200 Jahre Friedrich Engels

  • Beteiligte Akteure/Veranstalter: Historisches Zentrum Wuppertal, Wuppertaler Geschichtsvereine- und initiativen, die börse GmbH
  • Veranstaltungsort: Geschwister-Scholl-Platz 
  • Datum: 20.09.2020
  • Uhrzeit: 11-18 Uhr

An diesem Tag können die Wuppertaler und Wuppertalerinnen die Vielfalt der Geschichtskultur ihrer Stadt erleben: Bandwirker- und Textilmuseen, Vereine zur lokalen Verkehrsgeschichte, Modelbauvereine, der Bergische Geschichtsverein, Bürgervereine, die sich mit der Geschichte ihres Stadtteils befassen, und viele Initiativen, die sich mit dem Nationalsozialismus und anderen Aspekten der Wuppertaler Stadtgeschichte befassen, präsentieren sich gemeinsam vor dem „Haus der Jugend“. Hier, im Haus der Jugend, endet an diesem Tag die Ausstellung „Friedrich Engels – Ein Gespenst geht um in Europa“. Beim Kulturprogramm des Festes wird Friedrich Engels und seine Zeit im Mittelpunkt stehen. Etwa bei dem Chorhappening, bei dem Chöre aus Nordrhein-Westfalen (auf Einladung der börse) Friedrich Engels mit historischen Revolutions- und Arbeiterliedern ehren.


Stadtführungen im 200. Geburtsjahr von Friedrich Engels

Friedrich Engels, der Philosoph und Revolutionär, feiert im Jahr 2020 seinen 200. Geburtstag.
Friedrich Engels lebte ab seinem 20. Lebensjahr in Bremen, Berlin, Köln, Paris, Brüssel, Manchester und London, verlor aber nie den Kontakt zu seiner Heimatstadt Barmen im Wuppertal.
Was und wer ihn hier umgaben, wie die Stadt ihn prägte und wie er sich hier einbrachte,

dazu bietet das Historische Zentrum folgende Stadtführungen an:

1. Herkunft und Familie von Friedrich Engels – Erkundung rund um denn Engelsgarten

Im Barmer-Bruch – dem heutigen Engels-Garten – lag die Textilmanufaktur und Fabrikkolonie der Familie Engels.
Zwei Bürger- und zwei Arbeiterhäuser sowie die von Friedrich Engels sen. errichtete Kirche blieben erhalten.
Hier verbrachte der Friedrich Engels seine Jugend, wurde im frommen Geist der Vorfahren erzogen und sammelte soziale Erfahrungen, die ihm später, als Autor von Sozialreportagen, als Philosoph und Politiker von großem Nutzen waren und die er in sein „Compagniegeschäft“ mit seinem Freund Karl Marx einbrachte.
In seinem Elternhaus verfasste er sein Werk über „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“, das ihn bekannt machte.
Mit seinen Verwandten im Bruch blieb Engels zeitlebens in Kontakt. Später wurden im Engelsgarten drei Denkmäler (1958, 1981 und 2014) für den „großen Sohn der Stadt“ und „Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus“ errichtet.
Sie sind zugleich Zeugnisse einer umstrittenen Erinnerungskultur.

Termine: 16.02./04.04./11.04./18.04./25.04./02.05./09.05./16.05./23.05./30.05./06.06./13.06./20.06./27.06.2020. Beginn jeweils um 14.00 Uhr.
Treffpunkt: Engelsgarten, Plastik von Alfred Hrdlicka (1928-2009) "Die starke Linke"
Dauer: 90 Minuten, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Kosten: 8,-€ p.P.

2. Der revolutionäre Friedrich Engels in Elberfeld

In Elberfeld besuchte der Schüler Friedrich Engels das Gymnasium und war Mitglied des von seinen Freunden gegründeten „Elberfelder Literaturkränzchens“.
1845 kam der spätere Sozialreformer Adolf Kolping als junger Kaplan nach Elberfeld, wo er in seinem katholischen Gesellenverein eine Antwort auf die Soziale Frage sah.
Zur selben Zeit ging Engels schon weiter, indem er hier an der Herausgabe des „Gesellschaftsspiegels“ arbeitete, einer frühsozialistischen Zeitschrift.
Zudem organisierte er die ersten „kommunistischen Versammlungen“ in Deutschland.
Später, während der Revolution von 1848/1849, als die Elberfelder Landwehrsoldaten zum Aufstand riefen, kam er - damals Redakteur der „Neuen Rheinischen Zeitung“ in Köln - zurück ins Wuppertal und stellte sich der Bewegung als Offizier und „Barrikadeninspektor“ zur Verfügung. Sein Freund Karl Marx logierte kurz nach der Amnestie für eine Nacht in Elberfeld, inkognito, weil er der preußischen Polizei nicht traute.

Termine: 01.03./05.04./19.04./03.05./17.05./07.06./21.06.2020. Beginn jeweils um 14.00 Uhr.
Treffpunkt: Laurentiusplatz
Dauer: 90 Minuten, eine Anmeldung ist nicht erforderlich
Kosten: 8,- p.P.

3. Friedrich Engels und das Frühindustrielle Wuppertal

Die Allee in Unterbarmen – heute Friedrich-Engels-Allee - war für einige Jahre der Schulweg des Gymnasiasten Friedrich Engels.
Entlang der Straße lagen die für das Tal so typischen Türkischrotfärbereien, frühen Textilfabriken und Maschinenbauanstalten. Hier lagen die Kneipen, in denen sich die Heimweber am „Liefertag“ trafen und in denen das wüste „Volksleben“ stattfand, das der 19jährige Engels in seinen „Briefen aus dem Wupperthal“ beschrieb.
Hier, im Gasthof „Zur Stadt London“, traf sich Engels konspirativ mit Moses Hess, seinem Mentor, und bereitete mit ihm Deutschlands erste „kommunistische Versammlungen“ in Elberfeld vor.
Und hier logierte Georg Weerth als junger Lehrling, später ein enger Freund und Mitstreiter von Friedrich Engels. Viele noch erhaltene Wohn- und Fabrikgebäude im westlichen Teil der Allee dokumentieren die frühe industrielle Entwicklung der Stadt.

Termine: 15.03./12.04./19.04./03.05/17.05./07.06./21.06.2020. Beginn jeweils um 14.00 Uhr
Treffpunkt: Schwebebahnstation Völklinger Brücke
Dauer: 90 Minuten, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Kosten: p.P: 8,-€

4. Mit Friedrich Engels über den Unterbarmer Friedhof

Als Friedrich Engels sen.1860 starb, erwirkte die Familie Engels bei der preußischen Regierung eine Ausnahmegenehmigung, damit sein steckbrieflich gesuchter Sohn an der Beerdigung teilnehmen konnte.
Die Barmer Polizisten, so schrieb Engels „gaben mir military salute.“ Der Friedhof der vereinigten evangelischen Gemeinde ist der „Familienfriedhof“ der Engels.
Hier wurden Friedrichs Eltern, zwei seiner Brüder, zwei Onkel und zahlreiche Nichten und Neffen bestattet.

Doch auch über andere Gräber gibt es Anekdoten und „Engels-Geschichten“ zu erzählen. Hier liegt das Grab von Johann Schuchard, einem Verwandten, auf dessen Initiative 1839 ein erstes Kinderschutzgesetz in Preußen verabschiedet wurde. Hier liegt auch August Bredt, ein Jugendfreund Engels‘, der später sein juristischer Verfolger und Oberbürgermeister von Barmen wurde. Der ebenfalls hier bestattete Ignatz Lind, ein Erweckungsprediger, christlicher Kommunitarist und Nachbar im Bruch, war ein mutmaßlicher Ideengeber des jungen Friedrich Engels.

Termin: 24.05.2020 um 14.00 Uhr, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Kosten: p.P.8,-€, bei Vorzeigen der Eintrittskarte zur Sonderausstellung ermäßigt 5,-€

 


Technik und Arbeit

Tagung der Gesellschaft für Technikgeschichte, 15.-17.05.2020

  • Veranstalter: Gesellschaft für Technikgeschichte e.V., Historisches Zentrum Wuppertal
  • Veranstaltungsort: Concordia, Wuppertal-Barmen
  • Datum: 15.-17.05.2020
  • Webseite:http://www.gtg.tu-berlin.de

Die Gesellschaft für Technikgeschichte (GTG) nimmt zusammen mit dem Historischen Zentrum den 200. Geburtstag von Friedrich Engels zum Anlass, 2020 in Wuppertal zum Thema "Technik und Arbeit" zu tagen. Die Geschichte der Arbeit steht nach einigen Jahrzehnten der Stagnation wieder im Zentrum historischer Forschung. Perspektiverweiterungen wie sie die Geschlechter-, Mentalitäts-, Körper- und Globalgeschichte anbieten, haben einen neuen Boom der Auseinandersetzung mit der Historizität von Arbeit, ihren Konzepten, Diskursen und Praktiken, ausgelöst.

Die Tagung der GTG hat zum Ziel, Chancen und Grenzen einer Technikgeschichte der Arbeit zu diskutieren. Dabei werden ebenso Fallstudien wie methodische Ansätze und übergreifende Perspektiven auf Periodisierungsfragen diskutiert.


Wer war Friedrich Engels?

Schülerwettbewerb Engels 2020

  • Beteiligte Akteure/Veranstalter: Förderverein Historisches Zentrum e.V., in Kooperation mit dem Bergischen Journalistenverein e.V. im Deutschen Journalistenverband NRW und dem Historischen Zentrum Wuppertal. Gefördert durch die Johannes-Rau-Stiftung
  • Zielgruppe: Der Wettbewerb richtet sich an Schüler*innen der Jahrgangsstufen 4 bis 13 aller Schulen aus Wuppertal und Umgebung
  • Zeitraum: September 2019 – Juli 2020
  • E-Mail-Adresse: nicole.zimmermann@stadt.wuppertal.de

Dies wird bei der Bewertung der Arbeiten berücksichtigt. Bei Interesse wird bis zu den
Sommerferien 2019 um Mitteilung an den Förderverein Historisches Zentrum gebeten. Dann erfolgt die
Zusendung der Wettbewerbsunterlagen mit genauem Abgabetermin Sommer 2020, welche sich auch auf
der Homepage des Historischen Zentrums sowie der des Bergischen Journalistenverbandes finden lassen.
Die Präsentationsform der Ergebnisse ist frei wählbar und kann Aufsatz, Bilder-oder Fotogeschichte, Film,
Heft, Kunstobjekt, Theaterstück, Wandzeitung, Video oder Zeichnung, analog oder digital sein.
Verwendete Quellen müssen natürlich angegeben werden.

Was gibt es zu gewinnen?
Hauptgewinn ist eine mehrtägige Reise nach Berlin. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Preise wie
Geldprämien, Bücher und Eintrittskarten für kulturelle Einrichtungen. Die Präsentation der Ergebnisse
und die Siegerehrung finden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung statt. Die prämierten Arbeiten
werden anschließend auch im Internet bekannt gegeben werden


Industriegeschichte privat!

Die Korrespondenz der Familie Engels (1791-1858) online

Beteiligte Akteure/Veranstalter: Prof. Dr. W. Lukas und Prof. Dr. K. Wolf (BUW), Historisches Zentrum Wuppertal, F. Etling, D. Grieshammer; Schauspieler sowie Studierende des Standorts Wuppertal der HfMT Köln
Veranstaltungsort: Engels-Haus
Datum: wird noch bekannt gegeben

 

Das Stadtarchiv Wuppertal birgt einen Schatz von ca. 350 Briefen der Familie Engels, die im Rahmen eines Kooperationsprojekts zwischen dem Historischen Zentrum und der Bergischen Universität online ediert werden. Die aus der Zeit der Familienvorfahren (Johann Caspar Engels, Friedrich Engels sen. u.a.) stammenden, erst in den 90er Jahren entdeckten und von der Marx-Engels-Forschung bislang weitgehend unbeachteten (Privat- und Geschäfts‑)Briefe aus der Zeit der Spätaufklärung bis zum Nachmärz bezeugen den Aufbau weitreichender Ge­schäftsbeziehungen der Familie Engels auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Sie stellen wertvolle Dokumente aus der Frühphase der Industrialisierung dar und enthalten reiche Information im Hinblick auf die zeitgenössische Ereignisgeschichte (u.a. napoleonische Besatzung in Elberfeld) sowie die Mentalitäts- und Alltagsgeschichte. Ziel des Projekts ist die Erstellung einer digitalen, öffentlich zugänglichen Online-Edition, die die Brieftexte philologisch-kritisch ediert und durch historisch kontextualisierende Kommentierung erschließt.

Zur öffentlichen Präsentation im neu renovierten Engelshaus geben Editoren, Archivare und Mediengestalter Einblick in das Projekt. Ausgewählte Briefe werden von Schauspielern gelesen. Studierende des Standorts Wuppertal der HfMT Köln übernehmen die musikalische Rahmung mit zeitgenössischen Kammermusikwerken.


Engels neu denken

Sechs Vorträge und Dialogrunden

  • Beteiligte Akteure/Veranstalter: Rainer Lucas, Reinhard Pfriem, Dieter Westhoff, Historisches Zentrum Wuppertal, Förderverein Historisches Zentrum e.V.

Friedrich Engels hat in seinen Schriften zu vielen gesellschaftspolitischen Fragen Stellung bezogen, als Wissenschaftler und als Politiker in der europäischen Arbeiterbewegung. Seitdem sind mehr als 130 Jahre vergangen und es stellt sich die Frage, was er uns heute noch zu sagen hat. In den Veranstaltungen wird daher ein Bogen geschlagen von seinem Werk zu aktuellen Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung: Globalisierung und Nachhaltigkeit, soziale und ökologische Gerechtigkeit, verantwortliches und gemeinschaftsorientiertes Unternehmertum, Religion/Moral und Weltanschauung, Dialektik der Natur und Technik sowie Geschlechterverhältnisse/Arbeits- und Lebensformen. Diese Themen verlangen nach einem lebendigen Austausch. Entsprechend wird das Veranstaltungsformat Raum bieten für kritische und auch gegensätzliche Positionen.


Veranstaltungen:

  • Do. 2.4.2020: Michael Krätke, Peter Hennicke und Daniel Lorberg: „Kapitalismus, Globalisierung, Nachhaltige Entwicklung“, CityKirche Elberfeld, Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal.
  • Di. 28.4.2020: Roland Brus: „Engels in Oberbarmen. Artist Lecture mit Alltagsexperten aus Oberbarmen“, Die Färberei, Peter-Hansen-Platz 1, 42275 Wuppertal.
  • Do. 14.5.2020: Reinhard Pfriem, Burghard Flieger und Ralf Putsch: „Unternehmertum und gemeinschaftsorientiertes Wirtschaften“, Alte Schmiede (Firma Knipex), Oberkamper Straße 13, 42349 Wuppertal.
  • Do. 28.5.2020: Eva Bockenheimer, Martin Büscher und Ulrich Klan: „Materialismus, Idealismus, Moral heute“, CityKirche Elberfeld, Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal.
  • Di. 16.6.2020: Rainer Lucas, Lutz Becker und Lars Hochmann: „Technikentwicklung und Dialektik der Natur“, CityKirche Elberfeld, Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal.
  • Di. 25.8.2020: Gisela Notz und Susanne Schunter-Kleemann: „Geschlechterverhältnisse, Arbeits- und Lebensformen“, CityKirche Elberfeld, Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal.

Friedrich Engels auf den Briefmarken der Welt

Briefmarkenausstellung

  • Beteiligte Akteure/Veranstalter: Förderverein Historisches Zentrum, PHILAG Wuppertal e.V., Münzfreunde Wuppertal e.V., Historisches Zentrum Wuppertal
  • Veranstaltungsort: Lichthof Rathaus Wuppertal, Johannes-Rau-Platz 1
  • Zeitraum: 16. - 28.11.2020 
  • Uhrzeit: Öffnungszeiten Rathaus Wuppertal
  • Kosten: Eintritt frei
  • Besonderheit: am 28.11.2020 gibt es einen Sonderstempel zum 200. Geburtstag Friedrich Engels`

Seit ca. 100 Jahren sind mehrere Hundert Briefmarken mit Friedrich Engels und/oder Karl Marx erschienen. Die von beiden zusammen entwickelten neuen Ansätze in den Bereichen Philosophie, Ökonomie und Politik haben das 20. Jahrhundert weltweit mitgeprägt. Aber auch im 21. Jahrhundert werden die Gedanken von Engels und seinem Freund weiter diskutiert. Obwohl die Länder des früheren Ostblocks besonders stark vertreten sind, ist z.B. schon 1919 die erste Briefmarke mit dem Porträt von Engels erschienen. Die Briefmarkenausstellung im Lichthof des Barmer Rathauses präsentiert unter anderem die schönsten Stücke aus der umfangreichen Sammlung von Rolf Walther und bettet die Engels-Briefmarken in ihren historischen Kontext ein.


Bandweberei, Schleiferei und Hammerwerk

Sonderausstellung, 11.05.-29.05.2020

Beteiligte Akteure/Veranstalter: Kulturbrücke Wuppertal-Engels, Historisches Zentrum Wuppertal, Bandwirkermuseum Ronsdorf, Steffenshammer Gelpetal, Schleiferei Manuelskotten und weitere historische Institutionen/Vereine in Kooperation mit dem Arbeitskreis Bergische Museen.

  • Veranstaltungsort: Rathaus Wuppertal, Lichthof
  • Datum oder Zeitraum: 11.05.-29.05.2020
  • Uhrzeit/en: Öffnungszeiten des Rathauses
  • Kosten: freier Eintritt

Die wichtigsten Gewerbezweige während der Industrialisierung im Wuppertal und im Bergischen Land waren die Kleineisen- und Werkzeugindustrie sowie die Bandindustrie. Die Familie Engels betrieb eine der größten Textilmanufakturen im Tal der Wupper. Aus diesen Gewerben erwuchs das „deutsche Manchester“. In mehreren kleineren Museen wird heute das Erbe dieser Industriezweige bewahrt. Drei lokale Museen (Bandwirkermuseum Ronsdorf, Steffenshammer Gelpetal, Schleiferei Manuelskotten) geben in einer Sonderausstellung einen Eindruck von der Arbeit in diesen traditionellen Industriezweigen. Die Sonderausstellung ist ebenfalls Teil des Themenjahres "Ganz viel Arbeit" des Arbeitskreises Bergische Museen: www.bergischemuseen.de.

 


Die Engels-Gräber in Unterbarmen

Restaurierungsprojekt

  • Beteiligte Akteure/Veranstalter: Förderverein Historisches Zentrum e. V. und Ev. Friedhofsverband
  • Zielgruppe: Interessierte an Friedrich Engels und seiner Familie und Interessierte in der Wuppertaler Geschichte
  • Veranstaltungsort: Unterer Bereich des Unterbarmer Friedhofs, Am Unterbarmer Friedhof 16
  • Datum und Zeitraum: Besuchsmöglichkeit der restaurierten Grabanlage täglich nach der Sommerpause 2019

Die in empfindlichem Sandstein gehaltenen Grabsteine auf dem traditionsreichen Unterbarmer Friedhof werden z. Zt. mit Hilfe des Fördervereins Historisches Zentrum restauriert. Im Mittelpunkt steht das Grab von Friedrich Engels Senior. Die Anlage entpricht in der Größe der vergleichbarer Gräber Wuppertaler Industrieellenfamilien, ist jedoch bescheidener gehalten. Friedrich Engels Junior ist bekanntlich hier nicht beigesetzt. Seine Asche wurde auf seinen Wunsch hin in der Nordsee verstreut. Die Gräber sind unweit des Eingangsbereichs des Friedhofs zu erreichen. Sie werden wahrscheinlich im Engelsjahr ein Besuchsort sein, an dem es interessante Dinge zu erzählen gibt.

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