Vortrag 04.02.2020

Wuppertal- ein Zentrum der Deutschen Seidenindustrie. Im Kontor 91

Krefeld, Langenberg und auch Ronsdorf sind als „Seidenstädte“ bekannt, doch auch im Wuppertal wurde um 1850 auf mehr als der Hälfte aller Web- und Bandstühle Seide verarbeitet. Die Familie Engels bezog seit 1818 ihre Seide aus Norditalien und betrieb bedeutende Seidenhandelsunternehmen im Tal der Wupper. Um 1885 wurde das heutige Museumsgebäude, die „Kannegießersche Fabrik“, von Caspar Engels als Seidenlagerhaus errichtet. Noch um 1900 verarbeitete man in Barmen und Elberfeld, in Ronsdorf und Langenberg mehr Seide als in der für ihre Seidenindustrie berühmten Stadt Krefeld.

Ein Vortrag von Reiner Rhefus, Historisches Zentrum Wuppertal.

Datum: 04.02.2020, 19.00 Uhr
Ort: Kontor 91, Werth 91, Wuppertal Barmen
Dieser Vortrag ist Kostenfrei
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

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Stadtführung 16.02.2020

im 200. Geburtsjahr von Friedrich Engels.
Erkundung rund um den Engelsgarten
Seien Sie mit dabei und erfahren mehr über die Herkunft und Familie von Friedrich Engels.

Friedrich Engels, der Philosoph und Revolutionär, feiert im Jahr 2020 seinen 200. Geburtstag.
Friedrich Engels lebte ab seinem 20. Lebensjahr in Bremen, Berlin, Köln, Paris, Brüssel, Manchester und London, verlor aber nie den Kontakt zu seiner Heimatstadt Barmen im Wuppertal.
Was und wer ihn hier umgaben, wie die Stadt ihn prägte und wie er sich hier einbrachte,

dazu bietet das Historische Zentrum folgende Stadtführungen an:

Herkunft und Familie von Friedrich Engels – Erkundung rund um denn Engelsgarten

Im Barmer-Bruch – dem heutigen Engels-Garten – lag die Textilmanufaktur und Fabrikkolonie der Familie Engels. Zwei Bürger- und zwei Arbeiterhäuser sowie die von Friedrich Engels sen. errichtete Kirche blieben erhalten. Hier verbrachte der Friedrich Engels seine Jugend, wurde im frommen Geist der Vorfahren erzogen und sammelte soziale Erfahrungen, die ihm später, als Autor von Sozialreportagen, als Philosoph und Politiker von großem Nutzen waren und die er in sein „Compagniegeschäft“ mit seinem Freund Karl Marx einbrachte. In seinem Elternhaus verfasste er sein Werk über „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“, das ihn bekannt machte. Mit seinen Verwandten im Bruch blieb Engels zeitlebens in Kontakt. Später wurden im Engelsgarten drei Denkmäler (1958, 1981 und 2014) für den „großen Sohn der Stadt“ und „Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus“ errichtet. Sie sind zugleich Zeugnisse einer umstrittenen Erinnerungskultur.

Veranstaltungstyp: Stadtführung
Datum: 16.02.2020, 14.00 Uhr
Treffpunkt: Engelsgarten, Plastik von Alfred Hrdlicka (1928-2009) "Die starke Linke"
Dauer: 90 Minuten, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Kosten: 8,-€ p.P.

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Stadtführung, 01.03.2020

im 200. Geburtsjahr von Friedrich Engels.
Der revolutionäre Friedrich Engels in Elberfeld

Friedrich Engels, der Philosoph und Revolutionär, feiert im Jahr 2020 seinen 200. Geburtstag.
Friedrich Engels lebte ab seinem 20. Lebensjahr in Bremen, Berlin, Köln, Paris, Brüssel, Manchester und London, verlor aber nie den Kontakt zu seiner Heimatstadt Barmen im Wuppertal.
Was und wer ihn hier umgaben, wie die Stadt ihn prägte und wie er sich hier einbrachte,

dazu bietet das Historische Zentrum folgende Stadtführungen an:

In Elberfeld besuchte der Schüler Friedrich Engels das Gymnasium und war Mitglied des von seinen Freunden gegründeten „Elberfelder Literaturkränzchens“. 1845 kam der spätere Sozialreformer Adolf Kolping als junger Kaplan nach Elberfeld, wo er in seinem katholischen Gesellenverein eine Antwort auf die Soziale Frage sah. Zur selben Zeit ging Engels schon weiter, indem er hier an der Herausgabe des „Gesellschaftsspiegels“ arbeitete, einer frühsozialistischen Zeitschrift. Zudem organisierte er die ersten „kommunistischen Versammlungen“ in Deutschland.Später, während der Revolution von 1848/1849, als die Elberfelder Landwehrsoldaten zum Aufstand riefen, kam er - damals Redakteur der „Neuen Rheinischen Zeitung“ in Köln - zurück ins Wuppertal und stellte sich der Bewegung als Offizier und „Barrikadeninspektor“ zur Verfügung. Sein Freund Karl Marx logierte kurz nach der Amnestie für eine Nacht in Elberfeld, inkognito, weil er der preußischen Polizei nicht traute.

Veranstaltungstyp: Stadtführung
Datum: 01.03.2020, 14.00 Uhr
Treffpunkt: Laurentiusplatz
Dauer: 90 Minuten, eine Anmeldung ist nicht erforderlich
Kosten: 8,- p.P.

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Vortrag 03.03.2020 im kontor 91

Kalkstein für die Industrialisierung. Eine Geschichte der Steinbrüche von Dornap.

Vortragsreihe Historisches Zentrum Wuppertal

Noch heute zeugen die riesigen Steinbrüche im Wuppertaler Westen von der enormen Bedeutung der Kalksteingewinnung in diesem Teil des Bergischen Landes. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entstand rund um die Bahnstation Dornap ein riesiger Komplex von Steinbrüchen, Aufbereitungsanlagen und Kleinbahntrassen. Ausschlaggebend war aber nicht die Nachfrage nach Kalk als Düngemittel oder Baumaterial, sondern die massenhafte Verwendung des Rohstoffs in den Hochöfen des Ruhrgebiets. Seit den 1850er Jahren griffen Hüttenwerke auf das Gestein zurück, so dass Dornap zum wichtigsten Lieferanten von Kalkstein für die Eisen- und Stahlindustrie im Ruhrgebiet wurde. Als die zahlreichen Kleinbetriebe, die das Gestein bis dahin gefördert hatten, sich 1887 zu den Rheinisch-Westfälischen Kalkwerken zusammenschlossen, um den Markt zu monopolisieren, begannen die Unternehmen der Eisen- und Stahlindustrie ihrerseits, eigene Steinbrüche anzulegen. So kam es in den Jahren um 1900 zu einer weiteren Expansion der Kalksteingewinnung, die in Richtung Schöller, Gruiten und Wülfrath ausgriff. Im Zuge der Ausweitung kam es immer häufiger zu Konflikten mit Anwohnern, die sich über die Eingriffe und Gefahren der Steingewinnung beschwerten. Auch die aufkommende Heimatschutzbewegung kritisierte die Folgen des Abbaus. Während die Kalksteingewinnung in Dornap zu Beginn des 20. Jahrhunderts zunehmend an soziale Grenzen stieß, ging die Nachfrage der Eisen- und Stahlindustrie in der Zwischenkriegszeit spürbar zurück. Anfang der 1930er Jahre wurden viele der Steinbrüche in Dornap stillgelegt – einige für immer. Ein Vortrag von PD Dr. Sebastian Haumann, Historiker an der Technischen Universität Darmstadt.


Datum: 03.03.2020, 19.00 Uhr
Ort: Kontor 91, Werth 91, Wuppertal Barmen
Dieser Vortrag ist Kostenfrei
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

 

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Neues Halbjahres-Programm für 2020 ist da!

Entdecken Sie interessante Themen im neuen Programmheft

Liebe Freundinnen und Freunde des Historischen Zentrums,


unser erstes Halbjahresprogramm steht ganz im Zeichen von Friedrich Engels. Die Stadt Wuppertal feiert den 200. Geburtstag seines wohl bekanntesten Sohns mit über 100 Veranstaltungen. Das Historische Zentrum und der Förderverein des Historischen Zentrums beteiligen sich mit einer Vielzahl an Veranstaltungen, Aktionen und Ausstellungen am Engelsjahr. Wir treten dabei sowohl als aktive Organisatoren und Ausrichter in Erscheinung als auch als Kooperationspartner und Förderer. Unsere Highlight-Veranstaltung ist die Sonderausstellung „Friedrich Engels – Ein Gespenst geht um in Europa“ in der Kunsthalle Barmen. Vom 29. März bis zum 20. September schildern wir sein bewegtes Leben zur Zeit der „industriellen Revolution“, das ihn von Wuppertal aus nach Bremen, Berlin, Paris, Brüssel, Köln, Manchester und London führte.
Während der Sonderausstellung wird das Kontor 91nicht mehr regulär geöffnet sein. Allerdings wird unsere Dependance in Barmen weiterhin für museumspädagogische Programme, Vortragsreihen und sonstige Sonderveranstaltungen zur Verfügung stehen. Neben den Engels-Aktivitäten haben wir für 2020 also auch ein vielfältiges Programm zur Geschichte und Industriekultur Wuppertals auf die Beine gestellt. Insbesondere möchte ich Sie herzlich zu unserem Mühlenfest am Manuelskotten am Pfingstmontag mit Ihrer ganzen Familie einladen.

Ich freue mich auf Ihren Besuch!
Dr. Lars Bluma

Schmökern Sie in unserem Programm.

Zum Programm

 

 

 

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Besucherinformationen

Öffnungszeiten, Tickets, Führungen zur Sonderausstellung, hier erfahren Sie alles für Ihren Besuch!

• Veranstaltungsort
Kunsthalle Barmen/Haus der Jugend|Geschwister-Scholl-Platz 4-6|42269 Wuppertal
• Zeitraum
29.03. – 20.09.2020
• Öffnungszeiten
Dienstag - Freitag: 09.00 - 17.00 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertags: 10.00 – 18.00 Uhr, Montag: geschlossen
• Eintritt
Einzelticket: 8 €, Einzelticket ermäßigt: 5 € (Schüler, Studenten, Auszubildende, Bezieher von Lohnersatzleistungen, Bundesfreiwilligendienst, Menschen mit Behinderung, Spätbesucher ab 16.00 Uhr)
Gruppenticket ab 15 Personen: Erwachsene, 5 €, Ermäßigt: 3 €
Führungen auf Anfrage
Freier Eintritt: Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren, Inhaber eines Presseausweises, Mitglieder des ICOM und des Museumsbundes
• Führungen
a) Engels kompakt: 1-stündige Führung für angemeldete Gruppen: 80 € (zzgl. Eintritt), Schulklassen: (inkl. 2 Begleitpersonen): 40 € (kein Eintritt), fremdsprachige Führungen: + 15 €
b) Engels spezial: 1,5-stündige Führung für angemeldete Gruppen: 120 € (zzgl. Eintritt), Schulklassen (inkl. 2 Begleitpersonen): 60 € (kein Eintritt), fremdsprachige Führung: + 15 €
Buchung von Engels kompakt und Engels spezial per E-Mail: ankerpunkt@stadt.wuppertal.de, oder telefonisch: +49 202 563-4375.
c) Engels öffentlich: 1-stündige öffentliche Führung jeden Donnerstag 15 Uhr und Sonntag 11 Uhr: 5 € pro Person + Eintritt, Anmeldung an der Kasse. max. Teilnehmerzahl für alle Führungen: 15 (Ausnahme Schulklassen)
• Barrierefreiheit: Die Sonderausstellung ist über einen Aufzug zugänglich.
• Website-Adresse: www.engels2020.de

Buchungen sind ab sofort hier möglich, klicken Sie hier > www.wuppertal-live.de/Client/historischeszentrum

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ENGELS NEU DENKEN

Sechs Vorträge und Dialogrunden.
Die einzelnen Themen verlangen nach einem lebendigen Austausch. Entsprechend wird das Veranstaltungsformat Raum bieten für kritische und auch gegensätzliche Positionen.



in Kooperation mit den Herausgebern des Buches „Arbeiten am Widerspruch - Friedrich Engels zum 200. Geburtstag“
(Rainer Lucas, Reinhard Pfriem, Dieter Westhoff).
Friedrich Engels hat in seinen Schriften zu vielen gesellschaftspolitischen Fragen Stellung bezogen, als Wissenschaftler und als Politiker in der europäischen Arbeiterbewegung.Seitdem sind mehr als 130 Jahre vergangen und es stellt sich die Frage, was er uns heute noch zu sagen hat.
In den Veranstaltungen wird daher ein Bogen geschlagen von seinem Werk zu aktuellen Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung: Globalisierung und Nachhaltigkeit, soziale und ökologische Gerechtigkeit, verantwortliches und gemeinschaftsorientiertes Unternehmertum, Religion, Moral und Geschlechterverhältnisse gestern und heute.
Diese Themen verlangen nach einem lebendigen Austausch. Entsprechend wird es in den einzelnen Veranstaltungen kontrovers zugehen und Raum für einen lebendigen Dialog geboten.

Donnerstag 02.04.2020, 19.00-21.00 Uhr
Kapitalismus, Globalisierung, Nachhaltige Entwicklung
Prof. Dr. Michael Krätke (i.R.), Lehrstuhl für Soziologie, Lancaster University,Amsterdam:
„Industrielle Revolutionen, große Transformationen“
Wie Friedrich Engels den Kapitalismus des 19. Jahrhunderts sah.
Prof. Dr. Peter Hennicke, Senior Advisor, Wuppertal-Institut:
„ Sind Klimaschutz und Wirtschaftswachstum vereinbar?“
Auf der Suche nach Antworten mit Engels im Gepäck.
Dr. Daniel Lorberg, Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen, Berg. Universität Wuppertal, Projekt-Direktor SD21:
„Digitale Revolution und Kapitalismus auf Steroiden“
Moderation: Prof. Dr. Reinhard Pfriem, Essen-Kettwig
Ort: CityKirche Elberfeld, Kirchplatz 2, Wuppertal

Dienstag 28.04.2020, 19.00-21.00 Uhr
Engels in Oberbarmen- Artist Lecture mit Alltagsexperten aus Oberbarmen
An diesem Abend wird Engels aus der Geschichte in die Stadt von heute geholt, zu den Menschen in Barmen und Oberbarmen, in Elberfeld und Cronenberg.
Wie geht das, Wohnen, Leben, Arbeiten (oder nicht Arbeiten) in Wuppertal? Alltagsexperten berichten, lesen, erzählen.
Roland Brus, Regisseur und bildender Künstler, Wuppertal
Mobile OASE Oberbarmen, Agentur für besondere Maßnahmen in Kooperation mit der Färberei und „Die Wüste lebt!“ Moderation: Rainer Lucas, Wuppertal
Ort: Die Färberei, Peter-Hansen-Platz 1, Wuppertal

Donnerstag 14.05.2020, 19.00-21.00 Uhr
Unternehmen und Gemeinschaftsorientiertes Wirtschaften
Prof. Dr. Reinhard Pfriem (i.R.), Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Unternehmensführung und betriebliche Umweltpolitik, Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg:
„Unternehmen sind Unternehmen der Gesellschaft“
Dr. Burghard Flieger, Vorstand und wissenschaftlicher Leiter der innova eG – Engagement für genossenschaftliche Neugründungen, Freiburg:
„Erfahrungen und Perspektiven gemeinschaftsorientierten Wirtschaftens“
Ralf Putsch, Geschäftsführender Gesellschafter der Fa. Knipex, Wuppertal
„Was sagt Friedrich Engels einem Unternehmer heute?“
Moderation: Hans-Dieter Westhoff, Wuppertal
Ort:  Forum (Firma Knipex), Eingang in der Straße "Zum Krusen", 42349 Wuppertal

Donnerstag 28.05.2020, 19.00-21.00 Uhr
Materialismus, Idealismus, Moral heute
Dr. Eva Bockenheimer, Dozentin für Philosophie und Vorsitzende des Kölner Clubs Dialektik: „Verändere die Welt, sie braucht es! (B.Brecht)“
Prof. Dr. Martin Büscher, Rektor der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel:
Ökonomismus, „Realismus, Ethik – alles von gestern?“
Ulrich Klan, Musiker, Autor, Herausgeber, Vorsitzender der Intern.Armin T. Wegner Gesellschaft:
„Stell Dir vor...Mut zum Traum und zum gewaltfreien Widerstand“
Moderation: Prof. Dr. Reinhard Pfriem, Essen-Kettwig
Ort: CityKirche Elberfeld, Kirchplatz, Wuppertal

Dienstag 16.06.2020, 19.00-21.00 Uhr
Technikentwicklung und Dialektik der Natur
Prof. Dr. Lutz Becker, Leiter Business School, Hochschule Fresenius, Köln:
„What’s next Fred? Krisen, Fliehkräfte, Transformation“
Dr. Lars Hochmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Carl von Ossietzky- Universität Oldenburg:
„Die Klimakrise ist eine Gesellschaftskrise!“
Prof. Dr. Uta von Winterfeld, Lehrstuhl für Politische Ökologie,Kassel,
Projektleiterin Wuppertal Institut: „Technischer Fortschritt oder Dialektik der Natur?“
Moderation: Rainer Lucas, Wuppertal
Ort:  CityKirche Elberfeld, Kirchplatz 2, Wuppertal

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Vortrag 05.05.2020 im Kontor 91

Von Wasserrädern, Talsperren und "Grüner Kohle": Die Energiequelle Wasserkraft im rheinisch-westfälischen Gewerbewesen

Die Wassermühle mit Wasserrad ist heute vom Mythos einer vorindustriellen Form der Energiegewinnung umsponnen. Tatsächlich waren diese „alten“ Antriebstechniken an vielen Bächen aber noch in der Zwischenkriegszeit ein wichtiger Kraftspender und wurden mit der „Turbinisierung“ und Elektrifizierung der Wasserkraft im 20. Jahrhundert nicht schlagartig abgelöst.
Dieser Persistenz der alten Wasserräder geht der Vortrag am Beispiel der rheinisch-westfälschen Mittelgebirge nach. Zum einen lagen entlang der vielen Wasserläufe im Bergischen Land und Sauerland Einsatzbedingungen vor, die den Betreibern kleiner Hammerwerke, Schleifkotten und Drahtrollen noch lange aus praktischen Gründen die Beibehaltung der traditionellen Antriebstechnik nahelegten. Zum anderen ist die Beständigkeit der alten Wasserräder in dieser Mittelgebirgsregion eng mit den frühen Jahrzehnten des westdeutschen Talsperrenbooms verknüpft, denen technik- und umwelthistorische Forschungen bis heute wenig Beachtung schenkten.

Ein Vortrag von Dr. Christian Zumbrägel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Technikgeschichte an der TU Berlin.

Datum: 05.05.2020, 19.00 Uhr
Ort: Kontor 91, Werth 91, Wuppertal Barmen
Dieser Vortrag ist Kostenfrei
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

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Sonderausstellung 11.05. - 29.05.2020

zu den historischen Gewerken im Wuppertal und im bergischen Städtedreieck zur Zeit Friedrich Engels im Lichthof des Wuppertaler Rathauses.

Die wichtigsten Gewerbezweige während der Industrialisierung im Wuppertal und im Bergischen Land waren die Kleineisen- und Werkzeugindustrie sowie die Bandindustrie. Die Familie Engels betrieb eine der größten Textilmanufakturen im Tal der Wupper. Aus diesen Gewerben erwuchs das „deutsche Manchester“. In mehreren kleinen Museen wird heute das Erbe dieser Industriezweige bewahrt.
Anlässlich des 200. Geburtstages von Friedrich Engels geben die drei lokale Museen, das Bandwirkermuseum in Ronsdorf, die Schleiferei im Manuelskotten und der Steffenshammer im Gelpetal einen Eindruck von der Arbeit in diesen traditionellen Industriezweigen. Die Ausstellung wird koordiniert von der Kulturbrücke Wuppertal – Engels an der Wolga und wird unterstützt vom Historischen Zentrum Wuppertal. Sie ist ein Beitrag zum Themenjahr „Ganz viel Arbeit“ des Arbeitskreises Bergische Museen. In Kooperation mit dem AK Bergische Museen.

Die Eröffnungsveranstaltung findet am 11.5.2020 um 14.00 Uhr mit einem musikalischen Beitrag von Prof. Jürgen Löchter im Lichthof des Wuppertaler Rathauses statt.

Öffnungszeiten des Rathauses:
Montag-Donnerstag: 8.00-16.30 Uhr
Freitag: 8.00-14.00 Uhr
Samstag u. Sonntag geschlossen
Eintritt frei

Weitere Informationen finden Sie zeitnah auf:
www.friedrich-engels-haus.de
www.engels.2020.de
www.bergischemuseen.de.

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Technikhistorische Tagung 15.05. - 17.05.2020

Tagung der Gesellschaft für Technikgeschichte e.V., in Kooperation mit dem Historischen Zentrum Wuppertal

Die Gesellschaft für Technikgeschichte (GTG) nimmt zusammen mit dem Historischen Zentrum den 200. Geburtstag von Friedrich Engels zum Anlass, 2020 in Wuppertal zum Thema „Technik und Arbeit“ zu tagen. Die Geschichte der Arbeit steht nach einigen Jahrzehnten der Stagnation wieder im Zentrum historischer Forschung. Perspektiverweiterungen wie sie die Geschlechter-, Mentalitäts-, Körper- und Globalgeschichte anbieten, haben einen neuen Boom der Auseinandersetzung mit der Historizität von Arbeit, ihren Konzepten, Diskursen und Praktiken, ausgelöst.
Die Tagung der GTG hat zum Ziel, Chancen und Grenzen einer Technikgeschichte der Arbeit zu diskutieren. Dabei werden ebenso Fallstudien wie methodische Ansätze und übergreifende Perspektiven auf Periodisierungsfragen diskutiert.
Ort: Concordia Wuppertal-Barmen|Werth 48|42275 Wuppertal, Anmeldung erforderlich
Weitere Infos zur Tagung unter: www.gtg.tu-berlin.de und www.friedrich-engels-haus.de

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Führung 24.05.2020

Die Engels-Gräber in Unterbarmen.
Interessierte an Friedrich Engels und seiner Familie und Interessierte an der Wuppertaler Geschichte.
Sie werden wahrscheinlich im Engelsjahr ein Besuchsort sein, an dem es interessante Dinge zu erzählen gibt.

Friedrich Engels, der Philosoph und Revolutionär, feiert im Jahr 2020 seinen 200. Geburtstag.
Friedrich Engels lebte ab seinem 20. Lebensjahr in Bremen, Berlin, Köln, Paris, Brüssel, Manchester und London, verlor aber nie den Kontakt zu seiner Heimatstadt Barmen im Wuppertal.
Was und wer ihn hier umgaben, wie die Stadt ihn prägte und wie er sich hier einbrachte,

dazu bietet das Historische Zentrum folgende Stadtführungen an:

Als Friedrich Engels sen.1860 starb, erwirkte die Familie Engels bei der preußischen Regierung eine Ausnahmegenehmigung, damit sein steckbrieflich gesuchter Sohn an der Beerdigung teilnehmen konnte. Die Barmer Polizisten, so schrieb Engels „gaben mir military salute.“ Der Friedhof der vereinigten evangelischen Gemeinde ist der „Familienfriedhof“ der Engels. Hier wurden Friedrichs Eltern, zwei seiner Brüder, zwei Onkel und zahlreiche Nichten und Neffen bestattet.

Doch auch über andere Gräber gibt es Anekdoten und „Engels-Geschichten“ zu erzählen. Hier liegt das Grab von Johann Schuchard, einem Verwandten, auf dessen Initiative 1839 ein erstes Kinderschutzgesetz in Preußen verabschiedet wurde. Hier liegt auch August Bredt, ein Jugendfreund Engels‘, der später sein juristischer Verfolger und Oberbürgermeister von Barmen wurde. Der ebenfalls hier bestattete Ignatz Lind, ein Erweckungsprediger, christlicher Kommunitarist und Nachbar im Bruch, war ein mutmaßlicher Ideengeber des jungen Friedrich Engels.

Veranstaltungstyp: Führung
Datum: 25.05.2020 um 14.00 Uhr
Teilnehmerbeitrag p.P.8,-€, bei Vorzeigen der eintrittskarte zur Sonderausstellungb ermäßigt 5,-€

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

 

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Mühlenfest am "Manuelskotten" 01.06.2020

Ein Fest für Jung und Alt anlässlich des " Internationalen Mühlentages"

Die wasserbetriebene Schleiferei am Kaltenbach ist wohl das bedeutendste Zeugnis der Werkzeugindustrie in Cronenberg. Im Obergeschoss befindet sich eine Ausstellung zur Nassschleiferei in Cronenberg mit Sensen, Äxten, Zangen und anderen Produkten des traditionsreichen Gewerbes. Am Mühlentag gibt es – neben der Bergischen Kaffeetafel – viele Aktivitäten. Vorführung am wasserradbetriebenen Schleifstein, Führung und Film zur Ausstellung, Kinder lauschen dem Märchenerzähler oder bauen Mühlräder und probieren sie sogleich am Bach aus.
Treffpunkt: Manuelskotten|Kaltenbacher Hammer 1
Anfahrt über Kohlfurther Brücke, CE 64, von hier mit der Museumsstraßenbahn.
Eintritt frei
www.manuelskotten.de

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Geschichtsfest 20.09.2020

200 Jahre Friedrich Engels.
Die Sonderausstellung "Friedrich Engels- Ein Gespenst geht um in Europa" endet am 20. September mit dem 7. Wuppertaler Geschichtsfest.

An diesem Tag können die Wuppertalerinnen und Wuppertaler die Vielfalt der Geschichtskultur ihrer Stadt auf dem Geschwister-Scholl-Platz in Barmen erleben: Bandwirker- und Textilmuseen, Vereine zur lokalen Verkehrsgeschichte, Modellbauvereine, der Bergische Geschichtsverein, Bürgervereine, die sich mit der Geschichte ihres Stadtteils beschäftigen, und viele Initiativen, die sich mit dem Nationalsozialismus und anderen Aspekten der Wuppertaler Stadtgeschichte befassen, präsentieren sich gemeinsam vor dem "Haus der Jugend".

Beim Kulturprogramm des Geschichtsfestes wird Friedrich Engels und seine Zeit im Mittelpunkt stehen. Etwa bei dem Chorhappening "singend auf Engelspfaden", bei dem Chöre aus Nordrein-Westfalen (auf Einladung des Kommunikationszentrums "die Börse") Friedrich Engels mit historischen Revolutions- und Arbeiterliedern ehren.

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Briefmarkenausstellung 16.11.-28.11.2020

Friedrich Engels auf den Briefmarken der Welt
Eine Breifmarkenausstellung im Lichthof Rathaus Wuppertal, Johannes-Rau-Platz 1

Eine Briefmarkenausstellung in Kooperation des Fördervereins Historisches Zentrum, der PHILAG Wuppertal e.V., Münzfreunde Wuppertal.

Lichthof Rathaus Wuppertal, Johannes-Rau-Platz 1
Seit ca. 100 Jahren sind mehrere hundert Briefmarken mit Friedrich Engels und/oder Karl Marx erschienen. Die von beiden zusammen entwickelten neuen Ansätze in den Bereichen Philosophie, Ökonomie und Politik haben das 20. Jahrhundert weltweit mitgeprägt. Aber auch im 21. Jahrhundert werden die Gedanken von Engels und seinem Freund weiter diskutiert. Obwohl die Länder des früheren Ostblocks besonders stark vertreten sind, ist z.B. schon 1919 die erste Briefmarke mit dem Porträt von Engels erschienen. Die Briefmarkenausstellung im Lichthof des Barmer Rathauses präsentiert unter anderem die schönsten Stücke aus der umfangreichen Sammlung von Rolf Walther und bettet die Engels-Briefmarken in ihren historischen Kontext ein.

Die Ausstellung ist  während der Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen:
Montag-Donnerstag: 08.00-16.30 Uhr
Freitag: 08.00-14.00 Uhr
Samstag u. Sonntag geschlossen
Eintritt frei

Besonderheit: Am 28.11.2020 erscheint ein Sonderstempel zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels
Weitere Informationen werden zeitnah bekanntgegeben

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